Die Zukunft katalysieren: Eine umfassende und nachhaltige Globalisierung“



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Die Zukunft katalysieren: Eine umfassende und nachhaltige Globalisierung“




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Vortragsfassung

 

 



Jahresversammlung

Direktorium der

Weltbankgruppe

 

Bemerkungen von

 

Robert B. Zoellick

Präsident der Weltbankgruppe

Washington, D.C.

 

22. Oktober 2007

 

Die Zukunft katalysieren:



Eine umfassende und nachhaltige Globalisierung“

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, geehrte Regierungschefs und liebe Ehrengäste:



 

Ich freue mich, Sie zu unseren Jahresversammlungen begrüßen zu dürfen.

 

Mein besonderer Dank geht an unseren Vorsitzenden, Herrn Karim Djoudi, für diese Versammlungen, und an Herrn Augstin Carstens für seine Führungsrolle im Entwicklungskomitee, sowie seinen Beistand mit guten Ratschlägen für mich, als ich diesen neuen Posten anging.



 

Ebenfalls danken möchte ich meinem Freund und Kollegen, Herrn Rodrigo de Rato, für die Pflege einer guten Partnerschaft zwischen unseren beiden Institutionen. Ich kenne Herrn de Rato schon seit der Zusammenarbeit unserer jeweiligen Regierungen bei Handels- und Wirtschaftsangelegenheiten und habe schon immer sein Einsichtsvermögen, seinen guten Charakter und seinen trockenen Humor sehr geschätzt. Ich wünsche ihm das Allerbeste für die Zukunft.

 

Ich freue mich auf die Weiterführung dieser Partnerschaft mit Frau Dominique Strauss-Kahn. Wir trafen uns zum ersten Mal durch meinen guten Freund, Herrn Pascal Lamy, der nun Generaldirektor der WTO ist. Es scheint mein Schicksal zu sein, immer wieder mit aussergewönlich fähigen französischen Sozialisten zusammenzuarbeiten!



 

Ferner möchte ich mich bei den vielen Leuten bedanken, die mir Ermutigung und Unterstützung anboten. Ich habe das Gefühl, dass man rund um die Welt nicht nur den Bedarf für diese einmalige Einrichtung erkennt, als auch ihr Potential. Die Weltbankgruppe ist eine der größten multilateralen Institutionen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurden. Sechzig Jahre danach muss sie sich auf ganz andere Umstände in einer neuen Ära der Globalisierung einstellen. Ich denke, ihre besten Jahre kommen noch.

 

Der Mitarbeiterstab der Weltbankgruppe hat mir viel beigebracht, mir die maßgebliche Arbeit vor Ort gezeigt und frische Ideen für unseren zukünftigen Kurs vorgeschlagen. Das Direktorium bietet Fachkenntnisse und Anleitung für unser Bestreben, aus guten Absichten produktive Maßnahmen werden zu lassen.



 

Das Gesicht der Weltbankgruppe

 

Hinter jedem Projekt, das wir unterstützen, verbirgt sich die Geschichte einer Person, die versucht, für sich ein besseres Leben aufzubauen.



 

Während meines Besuches in Kambodscha im August traf ich Herrn Leap Roth, einen tatkräftigen Mann, der in den 80iger Jahren ein Bein verloren hatte. Vor fünf Jahren gründete Leap eine kleine Werkstatt zusammen mit seiner Frau, und begann Reisdrescher, Lastwagen und landwirtschaftliches Werkzeug zu verkaufen. Er borgte Geld von der ACLEDA Bank, um das Wachstum seines Geschäftes voranzutreiben. ACLEDA war einst nur eine kleine NGO, die jedoch mit Hilfe von der IFC, unserem privaten Seitenarm, zu einer der größten Handelsbanken von Kambodscha heranwuchs. Heute, mit 166 Zweigstellen im ganzen Land, ist sie die einzige Bank in Kambodscha, die auf die Bedürfnisse der Armen eingeht.

 

In Mali half die Weltbank einem kleinen Ort, der Baumwolle produziert, ein Kraftwerk zur Herstellung von Solarenergie zu bauen. Das Kraftwerk versorgt mehr als 150 Bewohner zehn Stunden täglich mit Strom und wird im Laufe der Zeit noch mehr erreichen. Herr Kalifa Goïta, der Bürgermeister des Ortes, zählt darauf, dass die Stromversorgung örtliche Investoren anzieht und ihm die Welt ins Haus bringt. Er sagt: „Durch das Telefon wissen wir, was auf der Welt passiert. Dank der Elektrizität können wir im Fernsehen beobachten, was passiert. “



 

In Afghanistan unterstützten Finanzierungen von IDA die Anstrengungen der Regierung beim Bau von Schulen, der Ausbildung von Lehrern und der Entwicklung neuer Lehrpläne für weiterführende Schulen. In seiner Ansprache Anfang des Monats teilte uns Herr Haneef Atmar, der Kultusminister von Afghanistan, mit: „Vor fünfeinhalb Jahren ging kein einziges Mädchen in Afghanistan zur Schule. Heute gehen mehr als 2  Millionen. Vor fünfeinhalb Jahren gab es keine Lehrerinnen. Heute haben wir mehr als 40.000. “

 

Dies sind die menschlichen Gesichter der Weltbankgruppe. Zwar sind sie weit weg von unseren Hauptstädten und Konferenzsälen, aber Sie stehen im Zentrum unserer Aufgabe, Menschenwürdikeit und Hoffnung anzubieten.



 

Überall wollen die Menschen bessere Lebensbedingungen für sich und ihre Kinder schaffen, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen. Dieses Streben kann, wenn es denn verwirklicht wird, zu einer gesunden und wohlhabenden Weltgesellschaft führen.

 

Eine umfassende und nachhaltige Globalisierung

 

 Die Globalisierung ist zum Wahrzeichen unserer Zeit geworden. Sie hat Barrieren und Grenzen überwunden und einen Fluss von Ideen, Gütern, Kapital und Leuten ermöglicht. Sie hat Gelegenheiten geschaffen, wo es keine gab.



 

Doch nicht alle profitieren von der Globalisierung. Viele leben noch in Randbereichen und andere fallen noch weiter zurück. Ausschluss, bittere Armut und Umweltschäden sind Gefahrenherde. Die Leidtragendsten sind diejenigen, die von vornherein am wenigsten besitzen – einheimische Völker, Frauen in Entwicklungsländern, die arme Landbevölkerung, die Bewohner Afrikas, sowie deren Kinder.

 

Es ist die Vision der Weltbankgruppe, zu einer umfassenden und nachhaltigen Globalisierung beizutragen, um Armut zu besiegen, Wachstum auf umweltschonende Weise zu fördern und dem Einzelnen Chancen und Hoffnung zu geben.



 

Im Jahr 2000 stellten die Länder der Vereinten Nationen acht Millenniums-Entwicklungsziele auf – ehrgeizige Ziele, bis 2015 die Armut um die Hälfte zu reduzieren, Hunger und Krankheiten zu bekämpfen und den Armen grundlegende Dienste bereitzustellen. Diese Ziele, unsere Ziele, sind am Haupteingang unserer Zentrale angeschlagen und erinnern uns jeden Tag daran, wofür wir unsere Arbeit leisten.

 

Diese Ziele der gesunden sozialen Entwicklung müssen mit dem Bedürfnis nach nachhaltigem Wachstum, vorangetrieben vom Privatsektor, innerhalb eines unterstützenden Gefüges von Politikmaßnahmen, kombiniert werden.



 

Die Rolle der Weltbankgruppe

 

Die Erfüllung dieser Bedürfnisse ist natürlich nicht nur eine Frage des Geldes. Auch ist es nicht Aufgabe der Weltbankgruppe, diese Probleme alleine zu lösen.



 

Es ist Zweck der Bankgruppe, Länder auf dem Weg zur Selbsthilfe zu unterstützen, indem sie als Katalysator für Kapital und Politikmaßnahmen durch eine Kombination aus Ideen und Erfahrung, Entwicklung von Chancen auf dem Privatmarkt und die Unterstützung guter Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung unterstützend mitwirkt, angespornt durch unsere Finanzressourcen.

Es ist Zweck der Bankgruppe, Ideen zu internationalen Projekten und Vereinbarungen zu Handel, Finanzen, Gesundheit, Armut, Bildung und Klimawechsel voranzutreiben, damit alle davon profitieren, vor allem aber die Armen.

 

Wir sollten die Grenzen unseres Denkens über Politik und Märkte ausweiten, neue Möglichkeiten erforschen und nicht nur das Altbewährte mit einem mäßigen finanziellen Vorteil recyceln.



 

Erste Schritte

 

Wir ergreifen Maßnahmen zur Ankurbelung der Stärken und Synergien der vier Hauptorganisationen, aus denen die Weltbankgruppe besteht - IBRD, IDA, IFC und MIGA. Für unsere Kunden müssen wir als einzige Weltbankgruppe arbeiten.



 

Erstens hat unser Direktorium kürzlich beschlossen, dass die Bankgruppe mit einem Rekordbeitrag von 3,5 Mrd. USD aus eigenen Mitteln bei der erfolgreichen Unterstützung von IDA 15 vorangehen soll. Das ist mehr als doppelt so viel wie die 1,5 Mrd. USD, die an IDA 14 gingen. Unser Beitrag zur IDA hängt natürlich vom jährlichen Einkommen von IBRD und IFC ab, das jedes Jahr verteilt wird, aber wir glauben, dass dieses ehrgeizige Ziel möglich ist. Wir ermutigen andere, ebenfalls ehrgeizige Ziele zu setzen.

 

Die Großzügigkeit der Geber ist Grundlage für den Erfolg von IDA 15, die unser Hauptfinanzmittel für die ärmsten Länder, insbesondere für Afrika, ist. Die Unterstützung der Spender ermutigt ein ehrgeiziges Resultat. Südafrika ist uns bereits mit einer 30%igen Erhöhung seiner Unterstützung gefolgt. Jetzt müssen noch die G-8 und andere Industrienationen ihre Worte aus den Gipfelerklärungen ebenfalls in ernsthafte Zahlen umsetzen.



 

Zweitens setzen wir uns für eine stärkere Wachstumsstrategie für die IFC, unseren Seitenarm auf dem Privatsektor, ein. Die IFC ist in den letzten Jahren gewachsen. Sie hat sich auch mehr auf die Entwicklungsauswirkungen ihrer Arbeit konzentriert. Im letzten Jahr stellte die IFC 3,5 Mrd. USD oder 37 % ihrer Investitionen in IDA Ländern bereit.

 

Drittens werden wir die Zusammenarbeit zwischen IDA und IFC vertiefen, um dem Privatsektor in ärmeren Volkswirtschaften unter die Arme zu greifen. Die IFC führt neue Infrastruktur- und Mikrokapitalfonds für IDA-Länder ein. IDA und IFC können gemeinsam als Investoren zur Stützung öffentlich-privater Gesellschaften bei Infrastrukturprojekten auftreten; dies gilt vor allem für die Sektoren Energie, Transport, Wasser, Landwirtschaft und Mikrofinanzierung. Diese Projekte können die Integration regionaler Märkte unterstützen, was vor allem für kleinere und Binnenstaaten in Afrika von wesentlicher Bedeutung ist.



 

Viertens haben wir eine durchgreifende Preisvereinfachung und -reduzierung für Kredite von IBRD, unserem öffentlich Finanzarm, angekündigt. Die Preise für Kredite sind nun wieder auf dem Niveau vor der Asienkrise. Dieser Schritt ist ein Teil einer breiteren Anstrengung, unsere Dienste für die Kunden zu verbessern und auszuweiten.

 

Unsere IBRD Kunden baten uns um Hilfe bei der Erfüllung ihrer diversen Bedürfnisse. Somit sollte die IBRD also wachsen, nicht schrumpfen. Unsere Mischung aus Wissen und Finanzierungsdiensten ist besonders wichtig für die Unterstützung von Ländern bei deren sozialer Entwicklung und der Ausweitung derer Energieversorgung und Infrastruktur in einer Weise, die umwelschonend ist. Natürlich müssen unsere Dienstleistungen an Länder mit mittlerem Einkommen künftig auch weit über die Gewährung von Darlehen hinauswachsen. Ferner müssen wir die nicht finanziellen Kosten der Geschäftstätigkeit ansprechen. Wir zielen darauf ab, schneller, besser und preisgünstiger zu sein.



 

Die ersten Schritte zeigen den Weg zum sich ausweitenden Horizont.

 

Eine umfassende und nachhaltige Globalisierung: Ein multilateraler Ansatz

 

Fast eine Milliarde von Menschen leben von nur 1,00 USD pro Tag. Die Globalisierung darf diese „unterste Milliarde“ nicht zurücklassen. Armut führt zu Instabilität, Krankheit, Vernichtung gemeinsamer Ressourcen und Zerstörung der Umwelt. Armut kann zu gebrochenen Gesellschaften führen, die zu Brutstätten zerstörerischer Elemente werden und zu lebensbedrohlichen Migrationen führen.



 

Globalisierung hat Milliarden von Einwohnern in Ländern mit mittlerem Einkommen, die seit Ende des Kalten Krieges die Entwicklungsleiter emporgestiegen sind, ungleichmäßige Vorteile beschert. In vielen Gegenden schwächen soziale Spannungen den politischen Zusammenhalt. Diese Länder mit mittlerem Einkommen müssen weiter wachsen, umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bieten und Umweltpolitiken übernehmen, die nachhaltigen Wohlstand sichern.

 

Der größere Einfluss der Entwicklungsländer wirft eine andere Frage auf: Welche Stellung werden sie in diesem evolvierenden Weltsystem einnehmen? Dabei stellt sich die Frage, wie große Entwicklungsländer nicht nur ihre Beziehung zu Industrienationen, sondern auch zu den ärmsten und kleineren Ländern der Welt gestalten werden. Es wäre in der Tat ironisch, wenn sich die Bankgruppe zu einem Zeitpunkt aus der Arbeit mit den mittleren Einkommensländern zurückzöge, an dem Regierungen die Notwendigkeit erkennen, diese Länder effektiver in Institutionen der Diplomatie und der politischen Sicherheit einzubinden. Warum sollten wir sie nicht auch als Partner in die Institutionen der multilateralen Wirtschaft integrieren?



 

Vor zwei Jahren machte ich den Vorschlag, China solle auf seinem Erfolg aufbauen und zu einem „verantwortungsvollen Teilnehmer“ im internationalen System werden. Es stellt natürlich auch für andere eine Herausforderung dar, wenn wir eine umfassende und nachhaltige Globalisierung erreichen wollen. Und mit der Verantwortung sollten auch mehr Stimmrecht und Vertretung einhergehen. Wir müssen die Agenda vorantreiben und die Beteiligung der Entwicklungsländer an der Arbeit und Belegschaft der Bankgruppe stärken. Ich freue mich besonders, dass Frau Dr. Ngozi Okonjo-Iweala, die frühere Finanzministerin von Nigeria, sich bereit erklärt hat, zur Bank zurückzukommen, wo sie 21 Jahre lang gearbeitet hatte, um an der Spitze als Leitende Direktorin zu dienen.

 

Industrieländer sehen sich ebenfalls den Chancen und Zwängen der Globalisierung gegenüber. Der gesunde Menschenverstand in Industrieländern lässt die Öffentlichkeit erkennen, dass Isolation nicht zum Erfolg führt. Anstand, aber auch Eigeninteresse, lässt sie die gegenseitigen Abhängigkeiten erkennen, noch während sie Debatten über den besten Weg dorthin führen.



 

Im Vergleich zum Ausmaß dieser globalen Herausforderungen ist die Weltbankgruppe eine bescheidene Institution. Doch gemeinsam mit ihren multilateralen Partnern, den Vereinten Nationen und ihren Spezialagenturen, dem IWF, der WTO und regionalen Entwicklungsbanken, muss die Weltbankgruppe eine wichtige Rolle bei der Förderung einer umfassenden und nachhaltigen Globalisierung spielen. Die multilateralen Institutionen wurden geschunden und geschlagen. Sie müssen Beratungen mit wirksamen Ergebnissen verknüpfen. Sie müssen interne Schwächen überwinden und auf ihren Stärken aufbauen. Gemeinsam müssen wir zeigen, dass Multilateralismus für die Bedürftigsten weitaus effektiver sein kann – und zwar nicht nur in Konferenzsälen und Kommunikees, sondern in Dörfern und überlaufenden Städten.

 

Sechs strategische Themen

 

Nun, welche strategischen Richtungen sollte die Weltbankgruppe also verfolgen?



Zunächst einmal sieht sich die Weltbankgruppe der Aufgabe gegenüber, die Überwindung der Armut und die Förderung nachhaltigen Wachstums in den ärmsten Ländern, vor allem in Afrika, zu unterstützen. Die IDA ist unser zentrales Finanzierungsinstrument für die 81 ärmsten Länder.

In diesen Ländern müssen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern intensiv auf die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele konzentrieren. Diese Grundbedürfnisse legen das Fundament für die Zukunft.

 

Die Botschaft, die ich jedoch auf meinen Reisen nach Afrika im Juni und nach Asien im August erhalten habe, besagte, dass die sozialen Entwicklungsziele notwendig, aber nicht ausreichend seien. Die gute Nachricht ist, dass 17 Länder Afrikas, in denen 36 Prozent der Bevölkerung leben, von 1995 bis 2005 ein durchschnittliches Wachstum von 5,5 Prozent pro Jahr erreicht haben. Diese Länder wollen Unterstützung, um eine Infrastruktur für mehr Wachstum zu schaffen – vor allem bei der Energieversorgung und bei Einrichtungen, die der regionalen Integration förderlich sind. Sie wollen außerdem, dass wir ihnen beim Aufbau lokaler Finanzmärkte, einschließlich für Mikrofinanz, helfen, die die afrikanischen Ersparnisse für das Wachstum Afrikas mobilisieren können.



 

Die Regierungschefs in Afrika sehen großes Potenzial in der Ausweitung der Landwirtschaft, und zwar zunehmend durch Produktivitätszuwachs. Der letzte Weltentwicklungsbericht der Weltbankgruppe zeigt, dass das BNP-Wachstum aus der Landwirtschaft den Ärmsten viermal mehr nutzt als Wachstum in anderen Sektoren. Wir brauchen eine Grüne Revolution für das 21. Jahrhundert, die auf die besonderen und vielfältigen Bedürfnisse Afrikas ausgerichtet ist. Wir brauchen verstärkte Investitionen in Forschung und Verbreitung von Technik, nachhaltigen Landbau, landwirtschaftliche Lieferketten, Bewässerung, Mikrokredite für die Landbevölkerung sowie Politikmaßnahmen, die Marktchancen stärken und gleichzeitig bei ländlichen Anfälligkeiten und Unsicherheiten unterstützend eingreifen. Mehr Länder müssen zudem ihre Märkte für Landwirtschaftsexporte öffnen.

 

Acht weitere Länder Afrikas, in denen etwa 29 Prozent der Bevölkerung leben, erreichten auf Grund ihrer Ölvorkommen zwischen 1995 und 2005 ein Durchschnittswachstum von 7,4 Prozent. Für diese Staaten und für einige IDA-Länder in anderen Regionen liegt die wichtigste Entwicklungsaufgabe in der Förderung guter Regierungsführung und Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung sowie in der Ausweitung der Kapazitäten auf dem öffentlichen Sektor, damit die Umsätze aus den Ressourcen eine nachhaltige Zukunft für alle Bürger schaffen können.



 

Wir haben auch die Gelegenheit neue Partnerschaften aufzubauen um den Ärmsten behilflich zu sein. Die Bankgruppe arbeitet nun mit Russland, China, Brasilien und Indien, um die Bedürfnisse der ärmeren Länder zu erfüllen.

 

Zweitens müssen wir die besonderen Probleme von Staaten in der Konfliktfolgezeit aufgreifen, um diese Staaten vor dem Zusammenbruch zu bewahren.



 

Als die Visionäre in Bretton Woods vor mehr als 60 Jahren die IBRD ins Leben riefen, dachte man bei „Wiederaufbau“ an Europa und Japan. Heute geht es um den Wiederaufbau von Staaten, die unter modernen Konflikten gelitten haben.

 

Leider führen diese Konflikte nicht nur zu außerordentlichem Leid für die direkt betroffenen Menschen, sondern die Übertragungswirkungen ziehen auch ihre Nachbarn in Mitleidenschaft.



Offen gestanden wissen wir nur in einem bescheidenen Umfang, wie wir mit diesen verheerenden Fällen umgehen sollen. Ich vermute, wir benötigen einen stärker integrierten Ansatz, der Sicherheit, politische Regelwerke, den Aufbau lokaler Kapazitäten durch schnelle Hilfe, die Wiedereingliederung von Flüchtlingen und eine flexiblere Entwicklungshilfe mit einbezieht. Die Aufbauarbeit der Bankgruppe in Bosnien, Ruanda und Mosambik zeigt, was möglich ist. Die Anpassungsfähigkeit und die raschen Auszahlungen der IDA haben sich in Konfliktfolgezeiten als ganz entscheidend erwiesen, und wir arbeiten gemeinsam mit anderen Entwicklungspartnern daran, unsere Effektivität noch zu steigern.

 

Heute sind wir unter anderem im Süden Sudans, in Liberia, Sierra Leone, der Demokratischen Republik Kongos, Burundi, der Elfenbeinküste, Angola, Timor-Leste, Papua-Neu Guinea, den Inselstaaten des Pazifik, in Afghanistan und Haiti tätig. Wenn es in Darfur eine wirksame Friedensvereinbarung gibt, die von starken UN-Sicherheitskräften der Union Afrikas gesichert wird, würde die Weltbankgruppe gerne Beistand leisten.



 

Drittens braucht die Weltbankgruppe ein stärker differenziertes Geschäftsmodell für die Länder mit mittlerem Einkommen. Heute leben etwa 70 Prozent der Armen in Indien, China und den Ländern mit mittlerem Einkommen, die durch die IBRD bedient werden. In vielen Fällen bekamen die Armen durch das rasche Wirtschaftswachstum keine Chance. Soziale Dienste bleiben unterfinanziert. Umwelt- und Energieprobleme sind akut. Und es besteht weiterhin ein Potenzial für Volatilität im Kapitalfluss zu diesen Ländern – ganz wie es in den 1980ern und 1990ern geschehen ist.

 

Unsere Mitgliedsländer mit mittlerem Einkommen haben diese Herausforderungen erkannt und wollen weiterhin eine Kooperation mit der Weltbankgruppe über ein vielfältiges Menü aus „Entwicklungslösungen“. Aber dieses Engagement muss auch wesentliche Verbesserungen in ihrer Finanzlage und institutionellen Kapazität im Lauf des letzten Jahrzehnts zeigen. Sie wollen, dass die IBRD weitaus flexiblere und günstigere Bankdienstleistungen mit weniger Hürden und kürzeren Bereitstellungszeiten bietet. Sie wollen individuelle, prompte Informationen und Beratungsdienste. Sie wünschen sich von der IFC Hilfe bei der Konzeption von Lösungen für den Privatsektor für nicht erschlossene Märkte und sogar soziale Bedürfnisse. Und sie erwarten von uns immer höhere Standards in puncto Qualität, Beständigkeit und kostengünstige Bereitstellung unserer Beratungsdienste. Kurz gesagt, sie wollen Leistung, und die wollen wir ihnen geben.



 

Für manche Länder mit mittlerem Einkommen werden unsere Dienstleistungen mehr und mehr in den Bereichen Risikomanagement und Anwendung von globalem Know-how auf die Bedürfnisse vor Ort liegen. Wir können qualitative Verbesserungen von Kreditengagements, Kreditsicherung und neutrale Erfahrungswerte bieten, die beim Aufbau von Kapazitäten für die Vermögensverwaltung hilfreich sein werden. Wir können die Wertpapiermärkte vor Ort fördern, indem wir bei der Schaffung von Anleihefonds und Indizes in Landeswährung helfen. Wir können Finanzierung in Landeswährungen gewähren, um unsere Kreditvergabe mit der Handhabung von Währungsrisiken zu verknüpfen. Wir können mit subnationalen Einrichtungen zusammenarbeiten, um umfassendes Wachstum innerhalb der Länder zu fördern. Wir entwickeln derzeit Finanzinstrumente für unvorhergesehene Fälle, die während eines Finanzschocks Liquiditäten freisetzen, sowie Fazilitäten auf dem Versicherungs- und Kapitalmarkt, um die Verfügbarkeit zu erweitern und die Deckungskosten für Naturkatastrophen wie Wirbelstürme und Erdbeben zu senken. Bei manchen dieser Aktivitäten werden wir ausloten, wie wir Dienstleistungen und Wissen gegen Gebühr bereitstellen können, um unseren Länderkunden dadurch die Wahl zwischen Bereitstellung mit oder ohne Finanzierung zu bieten.

 

Viertens muss die Weltbankgruppe in Zukunft eine aktivere Rolle bei der Förderung regionaler und globaler öffentlicher Güter spielen, die nationale Grenzen überschreiten. Es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass diese Agenda den Entwicklungszielen entspricht. Unsere Arbeit mit regionalen und globalen öffentlichen Gütern bedarf der engen Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie die WHO, UNEP, UNODC und die WTO, die über einschlägiges Fachwissen verfügen.



 

Die Weltbankgruppe hat mit ihrer Arbeit zu HIV/Aids, Malaria, Vogelgrippe und Entwicklung von Impfstoffen bereits unter Beweis gestellt, dass sie bei der Bekämpfung ansteckender Krankheiten eine wirksame Stütze sein kann. Wir prüfen gerade, wie wir den Nexus zwischen Hilfe und Handel stärken können

Wir arbeiten mit unserem Direktorium daran, unsere Unterstützung für die internationalen Bemühungen zum Klimawandel in entscheidendem Maße zu erhöhen. Bei der UN-Klimakonferenz in Bali dieses Jahr im Dezember hoffe ich, ein Portfolio von Ansätzen vorstellen zu können, wie die Weltbankgruppe bei der Integration von Entwicklungsbedarf und Wachstum mit geringem Kohlenstoffausstoß helfen kann. Wir müssen uns vor allem auf die Interessen und Bedürfnisse der Entwicklungsländer konzentrieren, damit wir der Herausforderung des Klimawandels ohne Verlangsamung des Wachstums begegnen können, das zur Überwindung der Armut beiträgt.

 

Unser Hauptziel wird es sein, Ländern bei der Angleichung und Entlastung ihrer Hauptrichtungen bei deren Wachstumsanstrengungen beizustehen, einschließlich bei Plänen für die Energiegewinnung, Landwirtschaft und Landnutzung. Die Bankgruppe kann auch innovative und entgegenkommende Finanzierungsmechanismen, wie unsere neue Einrichtung der Waldkohlenstoff-Partnerschaft, anbieten, um bei der Entlastung, Anpassung und dem rapiden Durchbruch technologischer Neuerungen behilflich zu sein. Wie beim Kohlenstoff-Austausch können wir als Pioniere beim Vorantreiben neuer Marktmechanismen in einer Weise, die für Entwicklungsländer hilfreich ist, Beistand leisten. Mit Hilfe von der IFC können wir auch die Schaffung politischer Voraussetzungen und eines positiven Geschäftsklimas fördern, damit das Privatkapital, das für die Überwindung dieser Hürden notwendig ist, angezapft werden kann.



 

Arme Länder und arme Menschen sind von den Auswirkungen einer Klimaveränderung am meisten bedroht und davor am wenigsten geschützt. Die Weltbankgruppe kann größere Schutzmaßnahmen gegen Klimarisiken unterstützen. Wir können die Förderung und Annahme neuer Technologien voranbringen. Neue Möglichkeiten der Kohlenstoff-Sequestration sind zum Beispiel von kritischer Bedeutung. Zur Stärkung der Fähigkeit von Entwicklungsländern, ihre eigenen Strategien zur Reduzierung und Adaption des Kohlenstoffausstoßes zu bestimmen, können wir in diesen Ländern die Anwendung der Forschung und die Entwicklung der Wissenschaft bezüglich der Ökonomie des Klimawechsels unterstützen.

 

Auf der Basis dieses Spektrums an Unterstützungsmaßnahmen und des so entwickelten Wissens könnte die Weltbankgruppe auch zur Verfügung stehen, um Informationen in die internationale Diskussion über Politikmaßnahmen hinsichtlich möglicher Pläne für den Klimawechsel einzubringen.



 

Dies darf jedoch nicht zu einem Tauschhandel von Wachstum gegen Umweltschutz werden. Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika, befürchten, dass Ressourcen für den Klimawechsel auf Kosten der Fianzierung anderer wichtiger Entwicklungsbedürfnisse gehen. Dies ist ein weiterer Grund warum Industrieländer ihren Worten Taten folgen lassen müssen, indem sie Ressourcenbeiträge zur IDA 15 leisten.

 

Fünftens liegt eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit in der Unterstützung derjenigen, die in der arabischen Welt Entwicklung und Chancen fördern wollen. In der Vergangenheit waren diese Länder Zentren des Handels und des Lernens, was Aufschluss über ihr Potenzial gibt, wenn sie nur Streit und Hürden auf dem Weg zu Wachstum und sozialer Entwicklung überwinden können. Ohne Wachstum auf breiter Basis werden diese Länder mit sozialen Spannungen und einer Vielzahl junger Leute zu kämpfen haben, die keine Arbeit finden. Der UN-Bericht über die menschliche Entwicklung Arabiens bietet gute Selbsterkenntnis.



Als Handelsbeauftragter der USA arbeitete ich eng mit Regierungschefs vom Maghreb bis zum Persischen Golf zusammen, die ihre Wirtschaften und Gesellschaften öffneten. Einige unter ihnen hatten eine Menge Energieressourcen und Kapital, aber wenig wirtschaftliche Vielfalt und kaum Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Andere wieder wollten Schulen verbessern, mehr Technologie ins Land holen und Arbeitsplätze durch Deregulierung von Wirtschaft und Handel schaffen. Eine gewisse Anzahl vertiefte produktive Bündnisse mit Asien durch gegenseitige Investitionen, Handel und das Wachstum von Servicezentren.

 

Unser jüngster Bericht „Doing Business 2008“ zeigt, dass Fortschritt möglich ist.. Ägypten rangiert an erster Stelle bei den Volkswirtschaften, die ihre Vorschriften geschäftsfreundlicher gestalten. Saudi-Arabien schaffte bürokratische Schichten und Mindestkapitalanforderungen ab, die Unternehmensgründungen in diesem Land besonders schwierig gemacht hatten.



 

Diese Entwicklungen geben Anlass zur Zuversicht, aber es kann noch viel mehr getan werden. Eine umfassende Globalisierung muss allen Menschen in diesen Staaten Vorteile bringen. Wenn arabische Regierungen soziale Dienstleistungen für alle ihre Bürger bereitstellen wollen, können wir das entsprechende Wissen dazu beitragen. Wir können bei der Schaffung eines geschäftsfreundlichen Umfelds helfen. In manchen Ländern können wir vielleicht Entwicklungsprojekte finanzieren, Treuhandfonds der Geber verwalten oder durch die IFC die Expansion von Dienstleistungen auf dem Privatsektor vorantreiben. Heute helfen wir bei der Bereitstellung grundlegender sozialer Dienste und bieten Unterstützung für gute Regierungsführung und Wachstum auf dem Privatsektor in den Palästinensergebieten, die die wirtschaftliche Grundlage für Hoffnung bilden könnten, wenn die Parteien einen friedlichen Weg einschlagen.

 

Letzten Endes ist die Aufgabe der Weltbankgruppe, die zwar gewisse Attribute einer Finanz- und Entwicklungsinstitution besitzt, weitaus größer. Sie ist eine einmalige und besondere Institution für Wissen und Lernen. Aber sie ist keine Universität – sie ist vielmehr ein Wissensfundus aus angewandter Erfahrung, der uns bei der Bewältigung der fünf anderen Strategiethemen helfen wird. Die Bereitstellung, Ausweitung und Erprobung dieses Wissens, separat oder im Einklang mit einer Finanzierung, stellt den wichtigsten Teil unserer Arbeit dar.



 

Wir müssen uns auch selbst immer wieder herausfordern und uns fragen: Wodurch erreicht man umfassende und nachhaltige Entwicklung und Wachstum?

 

Diese Herausforderung erfordert Bescheidenheit – und intellektuelle Aufrichtigkeit. Viele Entwicklungspläne und –träume sind fehlgeschlagen. Das ist aber kein Grund zum Aufgeben. Es ist vielmehr ein Grund, sich stets und rigoros auf die Ergebnisse und die Bewertung der Effektivität zu konzentrieren.



 

Diese sechs Strategiethemen weisen eine Richtung, die erörtert, verfeinert und verbessert werden kann. Wir begrüßen die Ratschläge und Empfehlungen unserer Anteilseigner. An diesem Punkt der Geschichte besteht großer Bedarf – und eine überzeugende Chance – für die Weltbankgruppe.

 

Interne Herausforderungen: Gute Geschäftsführung und Korruptionsbekämpfung

 

Wenn die Weltbankgruppe erfolgreich sein will, muss sie sich auch ihren eigenen internen Herausforderungen stellen. Wir müssen unser Kapital effektiver nutzen und uns mehr auf den Dienst am Kunden konzentrieren. Wir müssen die Stärkung der Rolle der Frauen überall mit einbeziehen. Wir sollten unsere Beziehungen zu Organisationen der Zivilgesellschaft und regierungsfremden Organisationen (NGOs) stärken, damit wir von ihnen lernen können. Im Sinne der neuen „Hilfsarchitektur“ müssen wir effizienter mit nationalen Hilfsprogrammen, Fonds für spezielle Projekte wie Krankheiten, Stiftungen, NGOs vor Ort und privaten Unternehmen, die sich für Entwicklungsaufgaben interessieren, zusammenarbeiten. Und wir brauchen in unserem Direktorium mehr Mitsprache und Vertretung sowie mehr Vielfalt in unserer Belegschaft.



 

Wie ein neuerer Bericht eines Gremiums unter der Leitung des früheren Zentralbankchefs Paul Volcker unterstrich, müssen wir auch im Umgang mit Regierungsführung und Korruption noch einiges leisten. Das Gremium gab uns einen umfangreichen Satz an Empfehlungen an die Hand. Wir folgen Hinweisen unverzüglich, begrüßen die Ansichten anderer, besprechen Ideen mit unserem Direktorium und sind dabei, betriebliche Verbesserungen einzuleiten.

 

Nach meiner Erfahrung wissen die Mitarbeiter der Weltbankgruppe, wie wichtig die Agenda zu guter Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung ist. Sie sind stolz auf die Entwicklungsmission, der sie dienen, wollen die Integrität ihrer Institution bewahren und wissen, dass Korruption vor allem die Armen und Machtlosen schädigt. Gemeinsam werden wir besser sein.



 

Auch kann die Weltbankgruppe führend bei der Integration guter Regierungsführung und gesetzlicher Politkmaßnahmen in der Entwicklungsagenda sein. Erst im letzten Monat begannen wir mit der UN bei der Initiative zur Einholung gestohlener Mittel ("Stolen Assets Recovery" oder StAR) zusammenzuarbeiten, einer Initiative zur Zusammenarbeit von Industrie- und Entwicklungsländern zur Bergung finanzieller Mittel, die der Plünderung oder Korruption zum Opfer fielen. Mehrere Länder haben uns bereits um Hilfe gebeten.

 

Schlussbemerkung

 

Es gibt vieles, was die Weltbakgruppe tun kann, um als Katalysator für eine umfassende und nachhaltige Globalisierung zu wirken, aber wir können es nicht alleine schaffen. Ich bin den europäischen Kollegen dankbar für die kreativen Initiativen, die sie seit meiner Amtsübernahme vorgeschlagen haben. Trotzdem besteht auch ein kritisches Bedürfnis für Entwicklungsländer, die vielfältigen Hilfsanstrengungen in Gesamtpläne einzufügen. Die IDA vereinigt die Fragmente der Hilfeleistungen im Gefüge einer Entwicklungsplattform, die auf Resultate, Leistungsfähigkeit und nationale Eigentümerschaft ausgerichtet ist. IDA-Finanzierung ist der Schlüssel zur Vereinigung fragmentierter Hilfeleistungen in einer zusemmengefügten Entwicklungsplattform, die sich auf Ergebnisse, Leistungsfähigkeit und Konsequentheit konzentriert. Ich weiß, dass Finanzminister machtvolle Mitspieler bei der Erstellung von Budgets sind: Wir müssen Ihre Macht für die Armen einsetzen, indem wir Ihre Beiträge zur IDA ankurbeln. Der Beitrag der Weltbankgruppe von 3,5 Mrd. USD zeigt, dass wir auf Worte Taten folgen lassen. Nun sind Sie an der Reihe.



 

Verehrter Herr Vorsitzender, es wäre ein konkretes Zeichen einer multilateralen Verpflichtung zum globalen Wohlstand, wenn Mitglieder der G-8 und anderer Industrienationen ihr Gleneagle-Versprechen, das Ausmass der Unterstützung für Afrika und die Ärmsten zu vergrößern, erfüllen würden.

 

Es wäre ein konkretes Zeichen einer multilateralen Verpflichtung zum globalen Wohlstand, wenn die Mitglieder der WTO einen Durchbruch bei der Doha Entwicklungsagenda erreichen könnten. Dieses Wochenende sagte der Generaldirektor der WTO, Herr Pascal Lamy, dass ein Abkommen möglich ist und dies ist wahrscheinlich unsere letzte Erfolgschance. Ich stimme ihm zu. Die Weltbankgruppe wird alles tun was sie kann, um den Entwicklungsländern zu helfen, die Gewinne aus offenen Märkten und drastisch reduzierten Subventionen einzuholen.



 

Die Menschen wissen instinktiv, dass Isolation keine Erleichterung bringt. Sie wissen, dass wir ein Teil etwas Größeren als wir selbst sind. Ob wir Vertreter von Regierungen oder multinationalen Institutionen sind, wir müssen alle zeigen, dass wir die Voraussicht, Verpflichtung und das Durchhaltevermögen besitzen, um die Globalisierung für alle vorteilhaft zu gestalten.





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