Feuerwehr-Dienstvorschrift 10: Feuerwehr-Dienstvorschrift 10



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tarix17.09.2018
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Feuerwehr-Dienstvorschrift 10:

  • Feuerwehr-Dienstvorschrift 10:

  • Tragbare Leitern sind Leitern, die auf Feuerwehrfahrzeugen

  • mitgeführt, an der Einsatzstelle von der Mannschaft vom

  • Fahrzeug genommen und an die vorgesehene Stelle

  • getragen werden.

  • Sie können eingesetzt werden als:

  • Rettungsweg

  • Angriffsweg

  • Hilfsgerät



Arten von tragbaren Leitern

  • Folgende Leitern sind in der DIN EN 1147 genormt:

      • Steckleiter und Einsteckteil
      • dreiteilige Schiebleiter
      • Hakenleiter
      • Klappleiter


Leiterlängen und Rettungshöhen



Lagerung der Leitern

  • Der Leiterkopf liegt immer in Fahrtrichtung.

  • Steckleiter (Holz):

  • abgeschrägte Flächen nach oben

  • Schiebleiter:

  • Oberleiter liegt unten

  • Hakenleiter:

  • hochkant gestellt

  • Klappleiter:

  • zusammengeklappt, Holme übereinander



Einsatzgrundsätze

  • Leiterfüße nicht auf ungeeignete Unterlagen, wie Kisten,

  • Steinstapel, Tische oder ähnlichem aufsetzen.

  • Erforderlichenfalls gegen Wegrutschen sichern.

  • Der Anstellwinkel der Leiter muss 65 - 75° betragen.

  • Leiter an sichere Auflagepunkte anlegen und beim

  • Besteigen sichern.

  • Klappleitern und Hakenleitern dürfen nur mit einer Person

  • belastet werden.

  • Steckleitern und Schiebleitern dürfen unabhängig von der

  • Rettungshöhe nur mit zwei Personen belastet werden.



Einsatzgrundsätze

  • Hakenleiter nicht als Anstellleiter benutzen.

  • Schiebleiter im Freistand nicht über die Stützstangen hinaus

  • besteigen.

  • Eine am Gebäude angestellte, unbesetzte Leiter darf nicht

  • ohne weiteres entfernt werden.

  • Ein Strahlrohr darf von der Leiter aus nur eingesetzt

  • werden, wenn die Leiter am Leiterkopf befestigt ist und der

  • Strahlrohrführer sich mit dem Sicherheitsgurt sichert.

  • Auf Einhaltung der Strahlrohrabstände nach DIN VDE 0132

  • „Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen“ ist zu

  • achten.



Einsatzgrundsätze

  • Das Strahlrohr darf nur jeweils bis zu einem Winkel von 15°

  • zu den Seiten eingesetzt werden.

  • Schlauchleitungen dürfen nicht auf der Leiter verlegt oder

  • An ihr befestigt werden. Eine Ausnahme ist der

  • Strahlrohreinsatz direkt von der Leiter aus, wobei sofort

  • nach Beendigung des Löscheinsatzes dieser Angriffs- und

  • Rettungsweg freizumachen ist.

  • Schadhafte Leitern sind der Benutzung sofort zu entziehen.



Einsatzgrundsätze

  • Beim Aufrichten von Leitern beachten, dass elektrische

  • Freileitungen nicht berührt werden dürfen und dass

  • zwischen Leitern bzw. Personen auf Leitern und unter

  • Spannung stehenden Teilen ein Sicherheitsabstand

  • eingehalten wird.

  • Als ausreichender Sicherheitsabstand ist anzusehen:

  • Spannung Mindestabstand

  • bis 1 000 Volt 1 m

  • 1 000 - 110 000 Volt 3 m

  • 110 000 - 220 000 Volt 4 m

  • 220 000 - 380 000 Volt 5 m



Technische Informationen







Die Bockleiter





Der Leiterhebel



Die Trage (oder z.B. Steckleiterteil) mit dem Verletzten wird mit dem Mastwurf und Halbschlag am Steckleiterhebel fixiert



Die Leinen am Fußteil der Trage dienen als verlängerter Hebel beim Herablassen der Trage. Die beiden Leinen am Leiterhebel dienen zur Sicherung gegen seitliches abrutschen des Leiterhebels. Der Verletzte sollte nach Möglichkeit waagrecht herabgelassen werden.



Da dünnes Eis nicht die Festigkeit hat, die verunfallte Person zu tragen, kann mit einer vorgenommenen Steckleiter das Gewicht auf einer größeren Fläche verteilt werden und die eingebrochene Person herausgezogen werden.



Mit den 4 Steckleiterteilen kann (in Verbindung mit einer Plane) ein Auffangbecken gebaut werden.



Schiebleiter (DIN 14715)‏



Hakenleiter (DIN 14710)‏



Klappleiter (DIN 14713)‏



Unfallverhütungsvorschriften

  • Leitern (...) müssen so beschaffen und ausgerüstet sein,

  • dass Standfestigkeit und Tragfähigkeit unter

  • Einsatzbedingungen gewährleistet sind.

  • Feuerwehreinrichtungen sind instand zu halten und

  • schadhafte Ausrüstungen, Geräte und Fahrzeuge

  • unverzüglich der Benutzung zu entziehen.

  • Im Feuerwehrdienst dürfen nur Maßnahmen getroffen

  • werden, die ein sicheres Tätigwerden der

  • Feuerwehrangehörigen ermöglichen. Im Einzelfall kann bei

  • Einsätzen zur Rettung von Menschenleben von den

  • Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschrift abgewichen

  • werden.



Unfallverhütungsvorschriften

  • Tragbare Feuerwehrgeräte müssen von so vielen

  • Feuerwehrangehörigen getragen werden, dass diese

  • Feuerwehrangehörigen nicht gefährdet werden.

  • Strahlrohre, Schläuche und Verteiler sind so zu benutzen,

  • dass Feuerwehrangehörige beim Umgang mit diesen

  • Geräten sowie durch den Wasserstrahl nicht gefährdet

  • werden.

  • Bei Einsätzen in elektrischen Anlagen und in deren Nähe

  • sind Maßnahmen zu treffen, die verhindern, dass

  • Feuerwehrangehörige durch elektrischen Strom gefährdet

  • werden.



Unfallverhütungsvorschriften

  • Versicherte dürfen schadhafte Leitern und Tritte nicht

  • benutzen.

  • Versicherte müssen Leitern und Tritte standsicher und

  • sicher begehbar aufstellen.

  • Versicherte dürfen Anlegeleitern nur an sichere Stützpunkte

  • anlegen.

  • Versicherte dürfen Anlegeleitern nur so anlegen, dass diese

  • mindestens 1 m über Austrittsstellen hinausragen, wenn

  • nicht andere gleichwertige Möglichkeiten zum Festhalten

  • vorhanden sind.





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