Maare, Diatreme und Kimberlit-/Lamproit Pipes



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Maare, Diatreme und Kimberlit-/Lamproit-Pipes
Kolloquium am 5. Juli 2006

im

Institut für Geologie



TU Bergakademie Freiberg

Freiberg, Sachsen


Volker Lorenz, Institut für Geologie, Universität Würzburg

Diamant, durch den Abbau von Kimberlit und Lamproit Pipes gewonnen, liegt bei den bergmännisch gewonnenen Rohstoffen in der jährlichen Wertschöpfung nach Eisen, Gold und Kupfer bereits auf Platz vier. Dies weist auf die ökonomische Bedeutung dieser Pipes hin. Bei den Pipes handelt es sich um kimberlitische und lamproitische Diatreme, ihre Wurzelzonen und Maarkrater-Füllungen. Da durch fortgeschrittene Abtragung die zugehörigen ehemaligen Maar-Tephraringe fehlen und die Pipe-Füllungen meistens sehr alteriert sind, bestehen immer noch zwei grundlegend unterschiedliche Vorstellungen zu den Prozessen der Platznahme dieser Vulkan-Schlote: das magmatische und das neuere phreatomagmatische Platznahme-Modell. Das magmatische Modell führt die Bildung der Pipes auf Freisetzung von magmatischen Gasen zurück, während das phreatomagmatische Modell die explosive Interaktion von Magma und Grundwasser beinhaltet. Da die Modellvorstellungen für die Bildung der Pipes Konsequenzen für den Abbau auf Diamanten und besonders für die vorlaufende Exploration der sie enthaltenden Pipes haben, ist eine vulkanologische Erforschung der Kimberlit- und Lamproit-Pipes wichtig.


Im Kolloquium wird überwiegend auf das phreatomagmatische Bildungsmodell eingegangen. Zum Verständnis der Vulkanschlote der Pipes wird deshalb zuerst auf die Bildung der Diatreme überlagernden ultrabasischen Eifel-Maare und ihrer Tephraringe sowie auf die 1977 in Alaska ausgebrochenen Ukinrek Maare und ihre Ablagerungen eingegangen. Mit den Kenntnissen von den Oberflächenformen der Maar-Diatrem-Vulkane (ihrer Ausbrüche, Maarkrater und Ablagerungen) lässt sich die Bildung der die Maare unterlagernden Diatreme erheblich besser verstehen. Bei der Vorstellung von Diatremen verschiedener Magmen und Gebiete der Erde (wie z.B. der Schwäbischen Alb) werden besonders die Lamproit-Pipes von Argyle und Ellendale in Westaustralien sowie die Kimberlit-Pipes im südlichen Afrika unter Verwendung des phreatomagmatischen Bildungsmodells behandelt.

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