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© Mag. Karl Wimmer   

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18

3.1.



Sinn und Zweck von Konflikten

Das Positive an Konflikten

Konflikte können weiterbringen!

Konflikte sind Realität - ob wir es wollen oder nicht,

verleugnen wir sie, wirken sie unterschwellig, unansprechbar, anarchistisch.

Sprechen wir sie an, werden sie bearbeitbar und fruchtbar!

Auswahl - Selektion

Differenzierung, Arbeitsteilung; Der  Kon-

flikt  bringt die Unterschiedlichkeit zutage:

Wer  ist stärker? Wer ist besser?  Konflikt ist

die  Auseinandersetzung um die  Festle-

gung  einer Rangordnung  (Welche soll

gelten?)  und dann um die Einordnung  in

diese (Wer soll welchen Rang haben?)



Motto:  Konflikt arbeitet die Ungleichheit

heraus


Bevorzugte Methode: Konkurrenz

E i n h e i t

Wer  nicht mittut, gefährdet den Erfolg. Es

geht um Vereinheitlichung.  Es  muss  Klarheit

herrschen drüber:  Wer gehört  dazu? Wer ist

so  anders,  dass er Unsicherheit bringt  und

womöglich ausgeschlossen werden muss?



Motto: Alle sind gleich.

Bevorzugte Methoden:  Normierung,

Bildung, Einordnung, Bestrafung



Komplexität

Konflikte gewährleisten die Vielfalt und  Ver-

schiedenheit  der Reizmuster.  Mehr und

mehr  verschiedene Elemente müssen Be-

rücksichtigung finden.

Motto:  Jede Einzelheit ist wichtig, alle

müssen berücksichtigt werden.



Bevorzugte Methoden:  Ausdehnung,

Erweiterung, Breite, Vielfalt



Einfachheit

Es geht um  Überschaubarkeit,  Zusammenfas-

sung, Vereinfachung,  Gliederung: Die  Son-

derinteressen müssen  sich dem großen  Gan-

zen unterordnen. Vielfalt stört. Die  klaren  Lini-

en und das Wesentliche müssen hervor-

treten.

Motto:  Das  Ganze hat Vorrang  vor den

Teilen.


Bevorzugte Methoden:  Ein-  und Unter-

ordnung, Strukturieren



V e r ä n d e r n

Es  geht um die Weiterentwicklung  von

Gruppen und Organisationen: Auch um  das

Finden von Identität durch Veränderung

und Widerstand (z.B. Pubertät).

Motto: Das Alte hat sosehr ausgedient,

dass das unsichere Experiment des

Neuen gemacht werden muss.

Bevorzugte Methoden:  Ablösung,

Trennung, Zerstören, Wagnis, Rebellion



Erhalten

Es geht um  die  Identitätssicherung  durch das

Erhalten des  Bestehenden.  Errungenschaf-

ten müssen auf Dauer  gestellt und gegen die

Anwandlungen des Tags geschützt werden.

Motto: Das Bestehende ist vernünftig, es

hat sich bewährt.



Bevorzugte Methoden:

Selbstverständlichkeit, Trägheit, Argwohn




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4. 



Verhaltensweisen im Umgang 

mit Konflikten

nach W. Pechtl

ür die Bewältigung  eines Konfliktes  genügt  nicht die Feststellung  „Es gibt einen

Konflikt“, sondern es bedarf eines Herausfilterns der unterschiedlichen  Wünsche,

Impulse, Ziele und Forderungen. Erst wenn  diese klar am Tisch liegen  und  nicht nur

dumpf in unserer Gefühlswelt schlummern, kann der Konflikt konstruktiv angegangen

werden. Dazu sind Kräfte zu  mobilisieren  und  Adressaten zu finden, mit denen die

Auseinandersetzung erfolgen kann.



Beispiel:  Ein  Mitarbeiter kann vage  ausdrücken, er sei  unzufrieden und habe

Konflikte im Betrieb.  Eine Konfliktbewältigung ist aber erst dann möglich,  wenn er

erkennt, daß sein Konflikt darin besteht, dass er die Meinung hat, den Aufstieg in

eine höhere Gehaltsklasse verdient zu  haben,  der Vorgesetzte diese Meinung

jedoch (noch) nicht teilt. Er kann seinen Vorgesetzten darauf ansprechen und eine

Auseinandersetzung bezüglich dieser Thematik  bis  zum  beiderseitigen „Genug“

führen.

Jeder Konflikt, und  sei er noch so einfach gelagert, kann ausgeweitet,  verschoben



und vermieden werden.  Durch  unsere Überlebenserfahrungen sind wir Champions

der Manipulation im Umgang mit Konflikten. Um der konkreten Auseinandersetzung zu

entgehen, benützen wir gerne Vorstellungs- und Handlungsmuster, die sich scheinbar

auf den Konflikt  beziehen,  letztlich  aber in der  Bewältigung des Konfliktes zum

Versagen führen.

Grob  zusammengefasst  kann man drei  Strategien bei  der  Konfliktbewältigung

unterscheiden, die aber meist unbewusst eingesetzt werden:

• Ausweiten oder Generalisieren

• Verschieben oder Verzerren

• Vermeiden oder Tilgen/Löschen



Beispiele

 Ausweiten/Generalisieren



Hugo will jede Morgen 15 Minuten Körperübungen machen, genießt allerdings jede

zusätzliche  Minute, die er länger im Bett bleiben kann.  Hugo stellt in seinem

Bekanntenkreis fest, dass es vielen so geht. Diesen Konflikt haben so viele Men-

schen, wieso  sollte  gerade er es schaffen und dann vielleicht noch  als  zwang-

hafter Spinner bezeichnet werden. Man kann sich doch nicht so einengen.

F




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