Sexuelle Gewalt und Macht: die Vergewaltigung der Tamar – 2 Samuel 13: 1-22



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Sexuelle Gewalt und Macht: die Vergewaltigung der Tamar – 2 Samuel 13:1-22

Texte: Psalm 31:9-16; Jakobus 1:12-18; Matthäus 25:31-46


Einleitung

Lieber Bruder und liebe Schwester in Christus

Hast du dir schon jemals eine Predigt über sexuelle Gewalt und Vergewaltigung angehört? Wahrscheinlich nicht. Warum nicht? Vielleicht weil es ein schwieriges Thema für eine Predigt ist. Es hat viele Facetten und führt zu einer Verschiedenheit der Emotionen der Zuhörer, besonders jene die direkt davon betroffen sind.
Ich weiß nicht wie es euch ergeht, aber ich bin entsetzt durch das Sterben besonders vieler Mädchen die hier in Südafrika vergewaltigt und dann ermordet wurden. Wie kommt es in unserer Gesellschaft dazu daß Gewalt und der Missbrauch von Macht, besonders durch Männer, zur Ordnung des Tages wurden? Das ist erschreckend und beschämend für uns als ein Land.

Es gab Kampagnen gegen Missbrauch, z.B im Monat August für Frauen. Eine Weile her lautete ein Werbespruch: „Don’t look away, act against abuse.“ Wie können und sollen wir als Kirche hinschauen und mit dem Thema sexuelle Gewalt und Vergewaltigung umgehen? Indem wir nicht wegschauen, sondern uns selbst zum Handeln befähigen.

Komm wir bekommen etwas Einsicht indem wir 2 Samuel 13:1-22 lesen. Ich werde den Text gleich im Lesen auslegen. Die Vergewaltigung der Tamar berichtet von den Intrigen, Emotionen und Handlungen der Kinder des Königs Davids. Es klingt fast wie eine Seifenoper auf dem Fernseher, aber leider widerspiegelt es die harte Realität, damals, so wie auch heute in manchen Häusern und Gemeinschafen in Südafrika, wo Vergewaltigung und Gewalt das Leben von Frauen und Kindern ruiniert.
1 Und es begab sich danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, die Tamar hieß; und Amnon, der Sohn Davids, gewann sie lieb. 2 Und Amnon grämte sich, sodass er fast krank wurde, um seiner Schwester Tamar willen; denn sie war eine Jungfrau, und es schien Amnon unmöglich zu sein, ihr etwas anzutun. 3 Amnon aber hatte einen Freund, der hieß Jonadab, ein Sohn von Davids Bruder Schamma, und dieser Jonadab war ein sehr erfahrener Mann. 4 Der sprach zu ihm: Warum wirst du so mager von Tag zu Tag, du Königssohn? Willst du mir's nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom, lieb gewonnen. 5 Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Lass doch meine Schwester Tamar kommen, damit sie mir Krankenkost gebe und vor meinen Augen das Essen bereite, dass ich zusehe und von ihrer Hand nehme und esse.

Der erstgeborene Sohn Davids ist überwältigt durch seine Liebe für Tamar. Das Problem ist sie ist seine Schwester, eigentlich seine Halbschwester. Sie ist die Schwester seines Halbbruders Absalom. Sie haben denselben Vater aber verschiedene Mütter. Das Gesetz verbot Umgang mit deiner Schwester. In 3 Mose 18:9 lesen wir: Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, sie sei in oder außer der Ehe geboren, nicht Umgang haben.

Die Fantasien des Amnon fixieren sich so auf die bildhübsche Schwester dass es ihn krank macht. Amnon weiß um das Taboo, daß ihn davon abhält seine Fantasien zu erfüllen. Aber seine Fantasien schlauchen ihn aus und sein Freund Jonadab merkt wie er abnimmt. Du als Sohn eines Königs hast doch Privilegien. Dein Stand gewährt dir doch bestimmte Freiheiten. Er schlägt dann eine Lösung des Problems vor. Mache doch einfach ob du krank bist, denn du bist doch schon krank von Begierde auf Tamar.

6 So legte sich Amnon hin und stellte sich krank. Als nun der König kam, ihn zu besuchen, sprach Amnon zum König: Lass doch meine Schwester Tamar kommen, dass sie vor meinen Augen einen Kuchen oder zwei mache und ich von ihrer Hand nehme und esse. 7 Da sandte David zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: Geh hin ins Haus deines Bruders Amnon und mache ihm eine Krankenspeise.

König David wird dazu benutzt seine Autorität einzusetzen damit Tamar im Hause des Amnons gelangt. Etwas was sie nicht verweigern konnte. Sie soll ihrem Bruder ein Essen vorbereiten und ihm dadurch zur Genesung zu verhelfen. In der früheren nahöstlichen Kultur erfüllte die Jungfrau Töchtern des Königs die Rolle einer Heilerin. Das kommt zum Ausdruck in dem Gewand dass sie trug.

Hier in Afrika gibt es noch immer den Mythos daß man durch die Vergewaltigung einer Jungfrau sich von AIDS kurieren kann. Dieses Mythos muß zerschlagen werden.

Manche Menschen missbrauchen ihre Position um Frauen für ihre sexuelle Befriedigung zu unterwerfen, sei es in der Regierung oder im Privatsektor. Das ist auch nicht akzeptabel.


8 Tamar ging hin ins Haus ihres Bruders Amnon; er aber lag zu Bett. Und sie nahm den Teig und knetete ihn und bereitete ihn vor seinen Augen und backte die Kuchen. 9 Und sie nahm die Pfanne und schüttete sie vor ihm aus; aber er weigerte sich zu essen.

Die Schönheit wurde vorgeladen und sie bereitete ihm Essen während er zuschaute. Das erhöht nur seine Fantasien: sie nimmt den Teig… sie knetet den Teig… sie bereitete den Teig zu einem Kuchen… sie bäckt den Kuchen… sie schüttete den Kuchen aus der Pfanne. Sie sprach kein Wort, aber ihre Bewegungen sprachen. Amnon will nicht durch Essen gesund werden. Er will keine Speise. Er hat Hintergedanken; er will sie verspeisen. Um zu tun was er sich vorgenommen hat, muß er sich von jeglichen Augenzeugen befreien und das Opfer isolieren.


Und Amnon sprach: Lasst jedermann von mir hinausgehen. Und es ging jedermann von ihm hinaus. 10 Da sprach Amnon zu Tamar: Bringe die Krankenspeise in die Kammer, damit ich von deiner Hand nehme und esse. Da nahm Tamar die Kuchen, die sie gemacht hatte, und brachte sie zu Amnon, ihrem Bruder, in die Kammer. 11 Und als sie diese zu ihm brachte, damit er esse, ergriff er Tamar und sprach zu ihr: Komm, meine Schwester, lege dich zu mir!

Endlich ist er mit seiner Schwester allein. Er befehlt ihr, ihn in seinem Schlafzimmer mit der Hand zu füttern. Sie ist bereit das zu tun; vielleicht weil sie unschuldig ist und nichts Schlimmes ahnte. Es war ja der König der ihr befahl ihren Bruder zu pflegen. Amnon hatte aber schlimme Hintergedanken. Als sie ihn den Kuchen reichte, ergriff er ihre Hand. Er hält sie fest und deckte seine Hintergedanken auf: „Lege dich zu mirSeine Begierde wurde gereizt und brachte die Schandtat hervor – Jakobus 1. Tamar ist schockiert durch die Aufforderung. Sie protestiert und versucht ihn mit Argumenten davon abzubringen. Sie bittet und wehrt sich. Es ist das erste mal dass sie zu Wort kommt und ihre Worte zu hören ist wichtig. Sie verkündigen uns Stärke und Mut in solch einer Situation. Wir können ihre Worte ignorieren da sie dennoch vergewaltigt wurde, aber das wäre eine Beleidigung ihr gegenüber, denn sie versucht ihr Bestes ihr Bruder davon abzuhalten diese Schandtat zu vollbringen. Komm wir schauen uns ihre Worte genauer an:


12 Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder,

Amnon sagt „Ja“ zu seinen Fantasien, aber Tamars erste Worte sind „Nicht doch“ „Nein“ „Tue das nicht.“ Es ist ein klares „NEIN!“ Wie viele Männer versagen diese Äußerung einer Frau zu respektieren wenn sie sich an sie herangemacht haben? Manche sind sogar der Meinung, dass ein „Nein“ nur eine Art und Weise ist, es für den Mann etwas schwieriger zu machen und dass es eigentlich ein „Vielleicht“, oder sogar ein verborgenes „Ja“ bedeutet.

Was lernen wir durch unsere Gesellschaft? Bringen wir unseren Söhnen bei eine Frau und was sie sagt, zu respektieren? Lernen wir unsern Töchtern „Nein“ zu sagen und somit ihre Würde und Sexualität zu schützen?

Tamar zeigt in ihrem zweiten Einwand warum das nicht passieren soll: „mein Bruder“. Wir sind Verwandtschaft. Das ist nicht richtig so was zu tun. Das wäre Blutschande. Das geht gegen Gottes Gesetz. Es darf nicht passieren. Respektiere unsere familiäre Beziehung.

Es besteht der Mythos dass sexuelle Gewalt und Vergewaltigung durch einen, für das Opfer Unbekannten, passiert. Das ist meistens nicht der Fall. Oft hat der Täter eine beiläufige Bekanntschaft mit dem Opfer; ist ein Freund oder Nahverwandter. Es passiert auch in allen Schichten des Lebens; Reich, Mittelstand oder Arm.
Drittens nennt Tamar was nicht passieren darf:

schände mich nicht;

Du tust etwas gegen meinen Willen und gegen meiner Würde. Du würdest mir eine Schandtat zufügen. Das wäre schändlich. Die Vergewaltigung ist ein Missbrauch der Gewalt. Laß das.

Es gibt noch ein Mythos dass Menschen nicht gegen ihren Willen vergewaltigt werden können. Die Statistik aber berichtet das sexuelle Gewalt oft mit Drohungen von Körperverletzung und sogar der Tötung, zusammen gehen. Das ist eins der Gründe warum Opfer oft die Tat verschweigen.


Tamar appelliert, viertens, an Amnons Gewissen

denn so tut man nicht in Israel. Tu nicht solch eine Schandtat!

Sie nennt die Sünde bei Namen: Laß ab so was in unserm Volk, unsere Gemeinschaft, unsere Familie zu tun. Es bringt nur Schande an uns allen, diese Schandtat.

Vergewaltigung und Blutschande sind kriminelle Taten wofür man ins Gefängnis gehen kann.
Tamar nennt sogar noch zwei Argument die Amnon in Erwägung ziehen sollte

13 Wo soll ich mit meiner Schande hin?

Fünftens, sagt sie: „Bedenke die Folgen für mich als Opfer, der Schmerz und die Schande; die Ausstoßung und das Gespött; das physische und emotionale Trauma; die große Schwierigkeiten in Beziehungen und die geistlichen Kämpfe die auszuhalten und zu überwinden sind.
Und du wirst in Israel sein wie ein Ruchloser.

Sechstens wirft sie ihm die Folgen für ihn selbst vor: „Bedenke was das für dich selbst bedeutet; deinen Ruf als Königssohn wäre damit hin. Du wirst als ein Verbrecher dastehen. Denke was meine Familie von dir denken wird, und was sie dir antun können.“
In einem letzten Versuch macht sie ihm noch einen Vorschlag:

Rede aber mit dem König, der wird mich dir nicht versagen.

Tamar sagt somit: Wenn du mich wirklich liebst, warum sprichst du nicht zum König und bittest um seine Genehmigung. Es wäre nicht das erste Mal das ein Halb-Bruder und eine Halb-Schwester heiraten. Weißt du noch wie Abram und Sara, die Bruder und Schwester, aber nicht von der gleichen Mutter waren, geheiratet haben (1 Mose 20:12)?


14 Aber er wollte nicht auf sie hören und ergriff sie und überwältigte sie und wohnte ihr bei. Vergewaltigung ist nicht ein impulsiver Akt. Der Täter plant sein Vornehmen und meistens kommt es zu einem vorhergehenden Gespräch. Meistens was der Täter durch die Vergewaltigung bezwecken will, ist seine Macht, Dominanz, Wut oder Kontrolle zum Ausdruck zu bringen. Das ist der Gewaltsmißbrauch des Stärkeren über dem Schwächeren.

Aber Vergewaltigung ist auch eine widerwärtige Tat.



15 Und Amnon wurde ihrer überdrüssig, sodass sein Widerwille größer war als vorher seine Liebe. Und Amnon sprach zu ihr: Auf, geh deiner Wege! 16 Sie aber sprach zu ihm: Dass du mich von dir stößt, dies Unrecht ist größer als das andere, das du an mir getan hast. Aber er wollte nicht auf sie hören, 17 sondern rief seinen Diener, der ihm aufwartete, und sprach: Treibe diese von mir hinaus und schließ die Tür hinter ihr zu!

Die Liebe die Amnon um Tamar hatte, war keine wahre Liebe, sondern pure Wollust. Und als die Schandtat vollbracht wurde, wirft er sie wie ein Objekt hinaus; er beseitigt sie aus seinem Haus. Wieder will er nicht auf sie hören. Sie widert ihn an und er läßt sie rausschmeißen. Er missbraucht wieder seinen Stand und Macht um sich selbst zu schützen indem er seinen Dienern die Dreckarbeit tun läßt und die Tür verschließt. Sie hat keine Chance wieder in das Haus zu gelangen. Er ist fertig mit ihr und hat sie fertig gemacht; sie als Müll vor der Tür gestellt.


Wieder sehen wir wie stark und mutig Tamar sich trotz dieser schrecklichen Erfahrung verhält: 18 Und sie hatte ein Ärmelkleid an; denn solche Kleider trugen des Königs Töchter, solange sie Jungfrauen waren. Und als sein Diener sie hinausgetrieben und die Tür hinter ihr zugeschlossen hatte, 19 warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriss das Ärmelkleid, das sie anhatte, und legte ihre Hand auf das Haupt und ging laut schreiend davon.

Tamar versteckt nicht diese Schandtat, sondern nimmt den mutigen Schritt diese schreckliche Tat ans Licht zu bringen. Sie zerreißt ihr Kleid und tut Asche auf ihrem Kopf und weint laut in der Öffentlichkeit. Sie identifiziert sich selber mit dem Zeichen der Schande und schreit um Gerechtigkeit. Sie macht sicher dass niemand sagen kann dass er nicht wußte. Sogar ihr Bruder Absalom versucht den Familiennamen zu retten indem er sie zum Schweigen bringen möchte. Aber diese Geschichte ist der Beweis dafür daß es an die Öffentlichkeit drang.

20 Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun, meine Schwester, schweig still; es ist dein Bruder, nimm dir die Sache nicht so zu Herzen. So blieb Tamar einsam im Hause ihres Bruders Absalom. 21 Und als der König David dies alles hörte, wurde er sehr zornig. Aber er tat seinem Sohn Amnon nichts zuleide, denn er liebte ihn, weil er sein Erstgeborener war. Doch Absalom redete nicht mit Amnon, weder Böses noch Gutes. 22 Denn Absalom hasste Amnon, weil er seine Schwester Tamar geschändet hatte. König David war sehr zornig, aber er tat nichts. Absalom hasste seinen Bruder Amnon und rächte sich später indem er ihn umbringen ließ. Aber auch das läßt nicht die Schandtat verschwinden. Auch der Täter bedarf der Gnade Gottes.
Dennoch sollen wir auf Tamar achten und diese besondere Botschaft der Hoffnung von ihr nehmen und sie an andere die sich in ihrer Lage befinden, weitersagen. Auch wenn es unglaublich schwierig ist, bleibe nicht still. Bekomme den Mut aufzuschreien und darüber zu reden. Oft wollen jene die dem Opfer nahe sind, nicht involviert werden und versuchen sogar die Schandtat zu vertuschen und zu unterdrücken. Aber wie kann Heilung stattfinden, wenn es nicht anerkannt wird? Wie kann Heilung stattfinden wenn das Opfer nicht versorgt und geschützt wird?
Wie sollen wir auf sexuelle Gewalt und Vergewaltigung reagieren?

Verschiedene Organisationen in Pietermaritzburg haben ein hilfreiches Informationsheft zusammengestellt was man alles beachten soll wenn jemand sexuell missbraucht wurde. Schau nicht weg, sondern reagiere gegen Missbrauch. Informiere dich und achte darauf dass das Opfer so schnell wie möglich professionelle medizinische Hilfe bekommt und die Sache bei der Polizei anmeldet. Sie brauchen auch professionelle Seelsorge. Denkt dran dass es unsere gesetzliche Pflicht ist sexuellen Missbrauch bei Kindern anzumelden.


Auch als Kirche ist es wichtig daß wir eine lebensfördernde Gemeinschaft bilden und somit Menschen die sexuelle Gewalt oder Vergewaltigung erlebt haben beistehen. Warum? Weil Jesus es tat. In Matthäus 1 lesen wir im Stammbaum von 50 Namen; davon sind nur 5 Frauen. Beginnend mit Maria, seine Mutter gehen wir zurück in der Geschichte und stoßen auf Bathseba, Ruth, Rahab, und Tamar (nicht dieselbe Frau in unserm Text). Aber der Punkt ist dass Jesus sich nicht scheute mit Menschen die am Rande der Gesellschaft gedrängt wurde; Prostituierte, Fremde, und Opfer der sexuelle Gewalt, zu identifizieren und somit auch wir nicht. Auch wir sollen uns um die „geringsten Brüder und Schwestern“ Jesu kümmern. Ja, die Fragen die wir uns stellen müßen lauten: „Wer wird Tamar aus der Einsamkeit in die Familie bringen? Wer wird Tamar trösten und auch die Stimme der Stummen sein? Wer wird ihr Barmherzigkeit erweisen und ihr sagen daß sie nicht nur ein Objekt der Wollust ist dass man irgendwann wegwirft, sondern Gott wertvoll ist? Wer wird ihr nicht den Rücken zukehren und ihr die Botschaft von „geh weg“ vermitteln, sondern „kommet zu mir die ihr Mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken?“ Wer wird ihr sagen: Ich verurteile dich nicht (etwas dass sie sich selber antun), sondern sie dazu verhelfen wieder das Leben zu erlangen? Wer sagt ihr dass Jesus ihre Schande wegnimmt und sie mit seiner Gerechtigkeit durch sein Blut am Kreuz kleidet? Wer wird ihr sagen daß sie im Hause des Herrn willkommen ist und dass er sie beschützen und heilen will? Dass ihre beschmutzten Kleider in Blut des Lammes gewaschen werden kann? Dass Jesus der Gott ist der mit uns und für unsere Sünde leidet? Wer wird sie ermutigen den Prozess der Wut, Angst und Neuanpassung zu durchschreiten bis zum Punkt wo sieauf ihre Bitterkeit verzichtet und sie unter dem Kreuz legt? Wer wird ihr die Gnade Gottes vermitteln und sie ermutigen dieses auch an ihrem Täter zu erweitern indem sie ihn vergibt? Wer wird ihr die Hoffnung geben daß ein Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude? – Psalm 30:6

Amen.
Gebet: (Versöhnungslitanei aus Coventry)

„Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“(Römer 3,23)

Darum lasst uns beten: Vater, vergib !

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse:

Vater, vergib !

Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker, zu besitzen, was nicht ihr eigen ist:

Vater, vergib !

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet:

Vater, vergib !

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen:

Vater, vergib !

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Heimatlosen und Flüchtlinge:

Vater, vergib !

Die Entwürdigung von Frauen, Männern und Kindern durch sexuellen Missbrauch:

Vater, vergib !

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott:

Vater, vergib !

Lehre uns, o Herr, zu vergeben und uns vergeben zu lassen, daß wir miteinander und mit dir in Frieden leben. Hilf uns in Zeiten der Versuchung Stand zu halten indem wir uns dir anvertrauen. Darum bitten wir um Christi willen. Amen.

Pastor Reiner Focke 10/11/2013



EG: 630; 234:1-3+5+7; 412:4-7; 413:1-6


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