Zu den unerlässlichen Heilhilfen bei einer Krebser krankung gehört das Spurenelement Selen. In den



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tarix05.03.2018
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Selen 

 

 



 

Zu den unerlässlichen Heilhilfen bei einer Krebser-

krankung gehört das Spurenelement Selen. In den 

letzten Jahren haben Wissenschaftler und Ärzte 

immer neue Wirkungen entdeckt, die dafür spre-

chen, diese Substanz bei jedem Kranken einzuset-

zen. Selen schützt den Patienten vor den Nebenwir-

kungen einer Chemo- oder Strahlentherapie, es 

hemmt das Fortschreiten der Erkrankung, aktiviert 

die Abwehrzellen, erhöht das Allgemeinbefinden 

und trägt zu einer besseren Lebensqualität bei. 

Was ist Selen ? 

Selen gehört chemisch zu den Halbmetallen. Erst 

1957 wurde entdeckt, dass es im Organismus eine 

lebenswichtige Rolle im Stoffwechsel und als 

Schutzstoff vor Erkrankungen spielt. Es ist „essenti-

ell“, wie die Wissenschaftler Substanzen bezeich-

nen, die unbedingt mit der Nahrung zugeführt 

werden müssen.  

Pflanzen nehmen das Selen aus dem Boden auf, und 

über die Nahrungskette gelangt es in den Körper 

des Menschen. Für unser Wohlergehen brauchen 

wir Selen nur in winzigen Mengen von einigen 

Millionstel Gramm pro Tag. Das wird in 

Mikrogramm ausgedrückt, abgekürzt als 

g.  


Wie wirkt Selen ? 

Selen zählt zu den Antioxidanzien. Das sind – wie 

auch die Vitamine A, C, E sowie die Karotine aus 

Möhren oder Tomaten – Stoffe, die schädliche freie 

Radikale abwehren. Freie Radikale bilden sich stän-

dig im Körper. Es sind Spaltprodukte, die beim 

Stoffwechsel entstehen. Chemisch handelt es sich 

um heftig reagierende Molekülkomplexe, denen 

winzige Atomteilchen fehlen. Mit allen Mitteln 

versuchen sie, sich diese Teilchen zu greifen. Das 

tun sie äußerst radikal, ohne Rücksicht auf den 

Organismus. Sie reißen die fehlenden Teilchen auch 

aus gesunden Geweben und Zellen heraus. Diese 

Schäden summieren sich und machen krank. 

Freie Radikale bilden sich jedoch nicht nur beim 

Stoffwechsel. Belastungen aus der Umwelt führen 

dazu, dass sie mitunter massenweise entstehen. 

Starke Sonnenbestrahlung löst sie in der Haut aus, 

Raucher inhalieren mit jedem Zug Millionen davon. 

Schadstoffe und Stress zählen zu den Auslösern. 

Während einer Chemo- oder Strahlentherapie über-

fluten sie den Körper geradezu. 

Bei der Bestrahlung werden sie sogar bewusst ge-

nutzt, um die Krebszelle von innen her zu zerstören. 

Natürliche Stoffe können die freien Radikale un-

schädlich machen. Man nennt sie Antioxidanzien 



oder Radikalenfänger. Sie wirken – vereinfacht 

gesagt – indem sie den freien Radikalen das fehlen-

de Teilchen liefern, ohne selbst Schaden zu nehmen. 

So ein Radikalenfänger ist neben einigen Vitaminen 

und pflanzlichen Farbstoffen das besonders wirksa-

me Selen. Außerdem ist es Bestandteil von Entgif-

tungsenzymen. 

Was bewirkt Selen ? 

Freie Radikale gelten heute vielen Forschern als 

„Krankmacher Nr. 1“. Vor allem chronisch verlau-

fende Krankheiten werden ihnen angelastet: Vorzei-

tiges Altern, Adernverkalkung, Herzleiden, Entzün-

dungen, Rheuma – und auch Krebs. Wenn freie 

Radikale bis ins Zellinnere, den Zellkern, vordringen 

– und das können sie – beschädigen sie lebenserhal-

tende Gene. Die Reparatur kleiner Zellschäden 

funktioniert nicht, die Zellteilung wird nicht mehr 

ordentlich gesteuert, vor allem aber: Die in jeder 

Zelle vorhandenen Kontrollgene nehmen Schaden. 

Sie sagen nicht mehr „stopp“, wenn eine Zelle zu 

wuchern beginnt oder sie lösen nicht mehr den 

Selbstmord bösartiger Zellen (Apoptose) aus, wie es 

normal geschieht. 

Solche Schäden kann Selen verhindern. Es ist der 

Hauptwirkstoff in dem Enzym Glutathionperoxidase. 

Dieses sorgt besonders innerhalb der Zelle dafür

dass freie Radikale abgefangen und unschädlich 

gemacht werden, bevor sie Unheil anrichten kön-

nen. 


Wann brauchen Sie Selen ? 

Viele neue Forschungen belegen, dass Selen beson-

ders bei Krebserkrankungen einen hohen Stellen-

wert hat. Sehr ausgeprägt ist seine Schutzwirkung

Durch die Abwehr von freien Radikalen verhindert 

es die Entartung von Zellen. Große Studien ergaben, 

dass eine hohe Selenzufuhr (täglich bis 200 

g) die 



Zahl der Krebserkrankungen reduziert, bei Darm-, 

Lungen- und Prostatakrebs um etwa die Hälfte. 

Neben dem Schutz vor Krebs stärkt Selen die Hei-

lungskräfte. Es stabilisiert und aktiviert das Immun-



system. Es bilden sich mehr Antikörper, Killerzellen 

und Abwehr-Lymphozyten.  

Selen hilft, die Zellteilung zu normalisieren und es 

fördert die Apoptose, also den Selbstmord kranker 

Zellen. Selen unterstützt die Entgiftung von Schad-

stoffen. 



Ungewöhnlich wirksam ist Selen als Begleitbe-

handlung parallel zur Chemo- oder Strahlenthera-

pie. Die Nebenwirkungen können deutlich vermin-

dert werden. Die Leukozyten und Lymphozyten im 

Blut sinken nicht so stark ab, das Abwehrsystem 

wird weniger geschädigt. Vor allem aber werden 

quälende Entzündungen der Schleimhäute vermin-

dert oder verhindert, die bei Chemo- oder Strahlen-

behandlungen häufig auftreten. Selen beugt auch 

der Bildung von Lymphödemen vor. 

Besuchen Sie auch unsere Homepage 

www.biokrebs.de

 

 



In einer Studie zeigte sich, dass die von vielen Pati-

enten beklagte Erschöpfung („Fatigue“) seltener 

und milder auftritt. Die Patienten erhielten zur 

Nachbehandlung ein halbes Jahr lang 200 bis 300 

g Selen, oft zusammen mit Vitaminen, Mistel oder 



Thymus. Sonst häufige Beschwerden wie Mattigkeit, 

Antriebsverlust, Schmerzen, Befindensstörungen, 

Appetitlosigkeit und Immunschwäche besserten 

sich.  


Wie viel Selen brauchen Sie? 

Über den normalen Bedarf gibt es noch etwas un-

terschiedliche Auffassungen. Die folgenden Dosis-

Angaben schließen die der Nahrungsaufnahme ein.  



Normalbedarf: Die Deutsche Gesellschaft für Ernäh-

rung empfiehlt täglich 30 bis 70 

g. Für amerikani-



sche Selen-Forscher reicht das nicht, um einen wirk-

samen Krebsschutz zu erreichen. Sie empfehlen 110 

g, für Risikopersonen (z. B. für Raucher, bei Dauer-



stress) sogar bis zu 200 

g täglich. Neueren For-



schungsergebnissen zufolge hängt die optimale 

Dosierung von dem im Blut gemessenen Selenspie-

gel ab. Bei an Krebs Erkrankten gelten Selenspiegel 

zwischen 130 und 150 µg/l als optimal. Zu niedrige 

aber auch zu hohe Selenwerte können langfristig 

einen negativen Einfluss auf die Gesundheit  

haben. Am besten ist es, wenn vorher der Selen-

spiegel im Vollblut gemessen wird. 



Während der Behandlung sollen die empfohlenen 

Selendosierungen deutlich erhöht werden. Für die 

Therapiephase und danach empfehlen Ärzte: 

Vorbehandlung: Die Selen-Einnahme soll vor der 

Operation oder dem Beginn anderer Therapien mit 

200 bis 300 

g täglich beginnen, um die Selenspei-



cher des Körpers aufzufüllen. 

Jeweils am Tag der Chemotherapie oder der Strah-

lentherapie soll die Dosis auf 500 bis 1000 

g er-



höht werden – eine Stunde vorher einzunehmen 

oder als Injektion. An den behandlungsfreien Tagen 

werden 200 bis 300 

g pro Tag angeraten. 



Nachbehandlung: Bis zu drei Monate nach Ab-

schluss der Behandlung sind täglich 200 

g, danach 



täglich etwa 100 bis 150 

g ratsam. 



Um die Selengabe individuell anzupassen, istes bei 

längerfristiger Einnahme sinnvoll, den Selenspiegel 

im Blut zu bestimmen. 

Lymphödeme: Zur Unterstützung der Lymphdraina-

ge werden als Stoßtherapie 800 

g, bis zur Ab-



schwellung 500 

g und dann langfristig  



200 

g pro Tag empfohlen.  



Selen in hefegebundener Form soll möglichst zu-

sammen mit den Radikalenfängern Vitamin C, E und 

Karotinen genommen werden. Werden Mittel auf 

Hefebasis nicht vertragen, kann mit Spirulina-Algen 

der Bedarf gedeckt werden. 

Sie verstärken sich gegenseitig in der Wirksamkeit.  

Zwischen der Einnahme von Selen in anorgani-

scherForm (z. B. Natriumselenit) und Vitamin C 

bzw. Zink soll ein Abstand von mindestens zwei 

Stunden eingehalten werden. Durch die Gabe von 

Selen – auch in diesen hohen Dosen – wird die 

Wirkung von Strahlen oder Zytostatika nicht beein-

trächtigt. Eher ist das Gegenteil der Fall. Andere 

Auffassungen haben sich in der Praxis nicht bestä-

tigt.  

Wie giftig ist Selen ? 

Wie bei allen Arzneistoffen kommt es bei der An-

wendung auf die Dosis an. Selen hat eine relativ 

geringe verträgliche Breite. Hohe Mengen über 

lange Zeit genommen sind schädlich. Nebenwirkun-

gen treten jedoch erst bei monatelanger Daueran-

wendung von über 500 

g pro Tag auf. Die hier 



gegebenen Bedarfsempfehlungen liegen im un-

schädlichen Bereich.  

Erste Zeichen für eine Überdosierung sind Knob-

lauchgeruch, Haarausfall oder Magenbeschwerden. 

Kurzzeitig werden auch Dosierungen bis 1000 



ohne Folgen vertragen.  

Wo kommt Selen vor? 

Deutschland gehört zu den Gebieten, wo die Acker-

böden relativ wenig Selen enthalten. Mit der übli-

chen Ernährung werden durchschnittlich 30 bis 50 

g täglich aufgenommen. Das liegt an der unteren 



Grenze des normalen Bedarfs. 

An Selen reiche Nahrungsmittel sind – jeweils µg in 

100 Gramm Ware: Kokosnuss (810), Sesam (800), 

Steinpilze (184), Paranüsse (103), Sonnenblumen-

kerne (69), Innereien (60), Sojabohnen (60), Lein-

samen (59), Fisch (30 bis 70), Eigelb (30), Fleisch 

(20), Getreideprodukte (10), Milchprodukte (4) und 

Gemüse (1). Kokosmilch, Kokosflocken und Kokos-

fett sind somit neben Sesam die beste Quelle für 

Selen.Da die tägliche Ernährung oft nur einen Teil 

des Bedarfs deckt, sind bei Krebspatienten zusätzli-

che Einnahmen ratsam. Zur täglichen Nahrungser-

gänzung eignen sich Selen-Hefe-Präparate, die es 

von vielen Herstellern gibt, oft in Kombination mit 

Vitaminen. Diese Präparate enthalten meist 50 



Selenhefe.  

Zu therapeutischen Zwecken eignet sich Natrium-

selenit besser, es wird schneller vom Körper aufge-

nommen, wirkt direkter und kann höher dosiert 

werden. Kapseln oder Ampullen zum Trinken bzw. 

zur Injektion enthalten 100 bis 500 

g Selen. Nor-



malerweise benötigt man für Präparate, die mehr als 

50 µg enthalten, ein Rezept. Einige Krankenkassen 

erstatten bei Nachweis eines zu niedrigen Blut-

Selenspiegels und vorliegendem Kassenrezept die 

Kosten.Inzwischen gibt es Hersteller, die höher 

dosierte Präparate anbieten, ohne dass ein Rezept 

benötigt wird (z.B. Selenase XXL® oder Cefasel 

nutri®). Diese Mittel sind nur in Apotheken erhält-

lich und werden von den gesetzlichen Kassen nicht 

erstattet, da diese nicht rezeptpflichtig sind. 

Ausführliche Informationen zur Kostenerstattung 

finden Sie auf unserem GfBK-Info „Kostenerstat-

tung von Selen“. 

 

 



 

© August 2013, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V., Voßstr. 3, 69115 Heidelberg 





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