Zum Thema Affekt in der Psychoanalyse – einige lose Enden



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1 Das klingt ganz klar und einfach, je intensiver ich mich damit beschäftigte, desto häufiger kam ich mir jedoch vor wie im Labyrinth. Die Freudsche Metapsychologie ist ja unzählige Male vernichtend kritisiert und totgesagt worden, und doch bleibt sie der einzig integrierende theoretische Bezugsrahmen unter all den verschiedenen Schulen, auf den sich doch irgendwie alle berufen, und sei es nur abgrenzend. Ich kann Schmid-Hellerau, die das bewundernswerte Unterfangen durchgeführt hat, die Metapsychologie formal logisch durchzudenken, nur bestätigen, wenn sie schreibt: „die metapsychologischen Arbeiten sind ungemein irritierend: sie faszinieren uns in ihrer stilistischen Brillanz und Flüssigkeit sowie durch ihre nahezu urtümlich oder unbewußt wirksam werdende Überzeugungskraft; schaut man aber genauer und immer genauer hin, dann gerät man plötzlich in ein Dickicht von Widersprüchen, in einen Urwald von Annahmen verschiedenster Provenienz, die eigentlich gar nicht zueinander zu passen scheinen und doch unauflöslich ineinander verflochten sind – und der Weg durch diesen Dschungel endet immer wieder jäh, um an einer anderen Stelle fortgesetzt zu werden. Damit wird die Arbeit an und mit den theoretischen Grundlagen der Freudschen Psychoanalyse zu einem Abenteuer.“ (Schmidt-Hellerau 1995, S. 12f).

2 Zu dem theoretischen Gegensatz zwischen Vorstellung und Affekt, auf den später noch eingegangen wird, stellt denn auch André Green fest: „Man kommt nicht umhin zu erkennen, daß diese Widersprüche keine bloßen Spekulationen sind, daß sie vielmehr darauf beruhen, daß die Psychoanalyse aus der Ablösung von Hypnose und Katharsis entstanden ist, wo dem Affekt ganz offen der Vorrang eingeräumt wurde... Das Bemühen Freuds, die Originalität der Psychoanalyse vor jeder Ansteckung durch die Anfänge, von denen sie sich gelöst hatte, zu bewahren, ist zweifellos verantwortlich für die Unterordnung des Affekts unter die Vorstellung ...“(Green 1976, S 694).

3 „Demgemäß bestehen die Grundbausteine des unbewußten Lebens aus einer Selbst- und einer Objektrepräsentanz sowie einem Affekt, der die beiden verbindet.“ (Kernberg 1996, S. 285).

4 Er führt dies an einigen Beispielen aus, wobei eben besonders markant ist, wie Freud Darwins Idee, daß Affekte eine evolutionäre Vergangenheit haben, benutzt und wie sich dies in der Hierarchie der Signalangst auswirkt: Hilflosigkeit und Trennung haben eine Priorität vor späteren Stufen, wenn körperliche Bedrohung wie Kastration zum Vorläufer der internalisierten Gefahr in Form der Mißbilligung durch das Über Ich wird (Shapiro 1999, S. 6f).


5 Rapaport unterscheidet diesbezüglich zwischen „Affektbetrag“ und „Gefühl“: „Der >Affektbetrag< ist die quantitative Repräsentanz des Triebes; er hat Energie-Charakter, und sowohl Gefühl als auch Emotion – periphere Abfuhr – sind nur seine Manifestationen.“ (Rapaport 1942, S. 208). Er sieht an diesem Punkt eine Änderung in Freuds Auffassung. Wären vorher Affekte Energie gewesen, so seien sie nun die Wahrnehmung von Abfuhrprozessen: „An dieser Stelle lohnt sich eine Betrachtung der Unterschiede zwischen der Anschauung, nach der Affekte Energien sind, und jener, nach der sich Vorgänge der Entladung von Energien sind. Nehmen wir ein physikalisches Beispiel: Die kinetische Energie eines Gases manifestiert sich in einem Druck, der die Ausdehnung eines elastischen Behälters oder die Entladung eines Teils des Gases durch ein Ventil zur Folge haben kann, oder der nur in einer Anzeige auf einem Manometer erscheinen mag. Physiker sehen diese Manifestationen oder Entladungsvorgänge ebensowenig als kinetische Energie an, wie sei einen fallenden Stein als Schwerkraft betrachten. Anscheinend ist dieses Stadium der Begriffsentwicklung in der Psychologie noch nicht erreicht.“ (Rapaport 1942, S. 53; vgl. auch 1953, S. 180).

6 Rapaport stellt diese Aussage in Verbindung mit einer Feststellung aus „Formulierungen über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens“: „Die motorische Abfuhr, die während der Herrschaft des Lustprinzips zur Entlastung des seelischen Apparats von Reizzuwächsen gedient hatte und dieser Aufgabe durch ins Innere des Körpers gesandte Innervationen (Mimik, Affektäußerungen) nachgekommen war, erhielt jetzt eine neue Funktion , indem sie zur zweckmäßigen Veränderung der Realität verwendet wurde. Sie wandelte sich zum Handeln.“ (Freud, GW VIII, S. 233). Diese Feststellungen implizieren für Rapaport eine „Konflikt Theorie“ der Affekte. Affekte seien demnach der Ausdruck von abgeführter Triebspannung, wenn eine direkte Abfuhr in Handeln nicht erfolgen kann. Affekte kämen danach nur unter der Herrschaft des Lust-Prinzips zustande, in dessen Rahmen sie eine Sicherheitsventilfunktion für akkumulierte Triebspannung hätten. Unter der Herrschaft des Realitätsprinzips werde Triebspannung in Handlung abgeführt. Für Rapaport ist damit klar, daß Freud in dieser Phase der Theoriebildung die Affektentladung als dynamisches Produkt sieht: jenem des Konfliktes zwischen sich anhäufender Spannung und die Abfuhr verhindernde Realität. Solch eine „rein dynamische Theorie der Affekte“ berge einige Schwierigkeiten, u.a. ließen sich länger anhaltende Lust-Affekte damit nicht erklären (Rapaport 1953, S. 183f).

Ich kann diese Implikationen nicht ganz nachvollziehen. Rapaport scheint zu übersehen, daß das Realitätsprinzip eine differenziertere Form des Lustprinzips ist und daß Handlungen Lust bereiten können.



7 Genau dieses Zitat hat sie allerdings in einer späteren, englischsprachigen Veröffentlichung des gleichen Beitrages 1951 weggelassen. Sie war dann wohl nicht mehr so überzeugt davon.

8 Den Begriff „Konstanzprinzip“ verwendet schon Freud in „Jenseits des Lustprinzips“, dort explizit in Anlehnung an Fechners „Stabilitätsprinzip“.

9 „Unsere natürliche Auffassung über ... Emotionen ist, daß die mentale Wahrnehmung einer Tatsache die mentale Affektion hervorruft, die wir Emotion nennen, und daß dieser letztere Geistszustand den körperlichen Ausdruck verursacht. Meine These lautet dagegen, daß die körperlichen Veränderungen unmittelbar der WAHRNEHMUNG der erregenden Tatsache folgen und daß unser Empfinden dieser Veränderugen, während sie auftreten, die Emotion IST.“(James, 1884, zitiert nach LeDoux 1996, S. 48).

10 Ich weiß auch nicht, ob Bion das gleiche meint, wenn er schreibt: „Wenn Vermeidung vorherrscht, bedeutet der Name ein Beta-Element, das ein Ding-an-sich ist, und nicht den Namen, der ein solches Element repräsentiert. (...) Wenn Veränderung vorherrscht, zeigt der Name ein Alpha-Element an, das heißt, daß der Name der Name einer Repräsentation eines Dinges an sich ist.“ (Bion 1962, S 139). Es klingt jedenfalls bemerkenswert ähnlich.

11 Schachter und Singer machten zu Beginn der 60er Jahre Experimente, die großen Einfluß auf eine kognitive Theorie der Affekte hatten: Sie verabreichten Versuchspersonen Adrenalin, um eine arousal-reaction zu induzieren und konnten nachweisen, daß diese physische Veränderung je nach Kontext als unterschiedliche, sowohl angenehme als auch unangenehme Gefühle interpretiert wurde.

12 „Die Sprachinnervation ist ursprünglich eine ventilartige Abfuhrbahn für (psy), um Quantitätsschwankungen (Qn) zu regeln, ein Stück der Bahn zur inneren Veränderung, die die einzige Abfuhr darstellt, solange die spezifische Aktion erst zu finden ist. Diese Bahn gewinnt eine Sekundärfunktion, indem sie das hilfreiche Individuum (gewöhnlich das Wunschobjekt selbst) auf den begehrlichen und notleidenden Zustand des Kindes aufmerksam macht, und dient von nun an der Verständigung, wird also in die spezifische Aktion mit eingeschlossen “(Freud GW Nachtragsband, S. 456f).






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