Salmer på dansk og tysk



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308 Gott hat sein Volk besucht aufs neu,

machte die Nacht zum Morgen.

Nun steht sein Wort, der Sohn, uns bei,

löst uns von Leid und Sorgen.


2 Lange es lag in Todesband,

tief in der Schrift begraben,

aber das Lebenswort erstand,

klingt in der Kirche Gaben.


3 Laut um den eingebornen Sohn

weinte sie Witwenklage,

sah nicht, daß er des Todes Thron

stürzte am dritten Tage.


4 Schwarz war der Kirche Trauerflor,

schwer ihre Pein und Plage;

Schluchzen statt Singen klang im Chor

Nächte sowohl als Tage.


5 Treu unser Herr sich doch erwies,

zweifelten auch die Seinen;

Rosen auf Dornen blühn er hieß,

lächeln uns ließ statt weinen.


6 Leer war das Lebenswort uns nur,

tot lag es auf den Zungen;

Geist von dem Herrn doch in es fuhr,

himmlisch mit Freud besungen.



7 Singet nun mit im Engelchor:

Jetzt ist das Wort erstanden,

tritt in des Geistes Kraft hervor,

leuchtet in allen Landen!


8 Lebet nun auf, ihr Christen frei,

jetzt kann's euch hier behagen!

Uns stehen alle Engel bei,

wolln uns auf Händen tragen.


9 Christus, das Wort, ins Grab gesenkt,

sitzt auf dem Ehrenthrone;

Leben und Geist er uns nun schenkt,

Freude dem Psalmentone.


Grundtvig-Werkstatt 1983


310 So lang ist ja nie ein Tag, daß nicht

der Abend ist zu erwarten;

so kennt auch das Licht des sel'gen Tags

den Abend im Kirchen-Garten.

Doch immer es wurde Tag aufs neu,

wo Herzen des Morgens harrten!


Grundtvig-Werkstatt 1995 (vgl.367)


314 Mach dich bereit, du Christenheit,

die Nacht ist überwunden;

dir strahlt des Herren Herrlichkeit

in Neujahrs-Morgenstunden!

Dein Kummer schwand, gewendet hat

die Hand des Starken nun das Blatt.

Werd Licht und dich bereite!
2 Denn herrscht auf Erden auch die Nacht,

die finstre voller Sorgen,

und schreckt dich noch des Dunkels Macht,

du schaust doch Gottes Morgen.

Für deinen Glauben ist es wahr,

daß Gottes Herrlichkeit dir klar

erschien und wird erscheinen.
3 Zu deinem Licht, zu Gottes Wort,

die Völker werden fahren,

in deinem Kirchenchor hinfort

sich, jung wie alt, zu scharen,

und Kön'ge neigen sich im Kranz,

geblendet von dem Neujahrsglanz,

der über dir nun leuchtet.


4 Der Herr läßt strahlen deinen Blick

mit seinen Gnadenworten,

wenn deine Söhne kehrn zurück

mit Lob von fernen Orten;

ja heiter dann dein Herze schlägt,

wenn auf dem Arme heim man trägt

zu dir die kleinen Töchter.
5 Allein des Herren Herrlichkeit

dich schmückt als Ehrenzeichen.

Vor seinem Plan zu jeder Zeit

muß ja der Teufel weichen.

Sein Gnadenwort, gesagt zu dir,

klingt bei der Taufe für und für

wie auch beim Mahl des Lebens.
6 Mach dich bereit denn, Christenheit,

laß hell dein Licht nun brennen,

des Herren Macht und Liebe weit

auf Erden zu bekennen!

Dein Kummer schwand, gewendet hat

die Hand des Starken nun das Blatt.

Werd Licht und dich bereite!
Jes.60,1-6. Grundtvig-Werkstatt 1995


333 Gott, den Vater, ewig preist!

Was er will, vollbringt sein Geist.

Gott zu Ehren froh zu leben,

ist aus Gnade uns gegeben

in dem Namen Jesus Christ.
2 Auserwählt zum Himmellohn

hat er uns mit seinem Sohn.

Gott zu Ehren froh zu leben,

ist aus Gnade uns gegeben

in dem Namen Jesus Christ.
3 Seinem Volke wird zuteil

Leben, Friede, Licht und Heil.

Gott zu Ehren froh zu leben,

ist aus Gnade uns gegeben

in dem Namen Jesus Christ.
Grundtvig-Werkstatt 1974 (EG 587)


346 Gottes Stimme überm Wasser

voller Geist und Leben scholl;

Gottes Stimme nur alleine

schuf die Welt so wundervoll;



daher Stern und Sonne glühen,

daher Flur und Felder blühen

unterm blauen Himmelszelt.
2 Gottes Stimme überm Staube

schuf aus Erde einst den Mann,

spricht mit Schöpferkraft noch heute,

nichts sie übertönen kann:

Klar man hört sie weiterklingen,

wenn als Menschen froh wir singen:

Gott schuf uns zu seinem Bild!
3 Gottes Stimme überm Wasser

klingt im Taufwort voller Kraft,

Gottes Stimme nur alleine

Leben neu auf Erden schafft:

Neugeborn, getauft im Bade,

leben wir aus Gottes Gnade,

unsrer Seligkeit gewiß.
4 Gottes Stimme klingt verborgen

im Gebet aus Jesu Mund;

kindlich fragt sie nach dem Lohne

seiner Tat aus Herzensgrund,

seiner Liebe tief im Herzen,

seines Kreuzes, seiner Schmerzen,

seiner tiefen Demut auch.
5 Gottes Stimme überm Mahle

füllt sein Haus mit Herrlichkeit.

Da erquickt das Wort des Lebens

wie das Manna alter Zeit.

Liebe da und Wahrheit, beide

wir empfangen voller Freude,

Brot des Himmels, Gottes Wein.
Grundtvig-Werkstatt 1995


354 Dein Wort ward nie gebunden,

o Gott, auch nicht bei Nacht

in jenen finstern Stunden,

die Satan Sieg gebracht:

da Judas half, zu finden

den Herrn und ihn zu binden

im Hain Gethsemane.
2 Selbst als hinein sich drängte

in Jesu Herz der Tod,

selbst als das Kreuz er tränkte

mit seinem Blute rot:

das Wort war nicht gebunden,

klang auch trotz Todeswunden



so stark und mild wie je.
3 Der Weihnachtsglocken Kunde

ist kein so froher Sang,

als wie's zur letzten Stunde von blauen Lippen klang:

"Ich wahrlich zu dir sage:

Du gehst an diesem Tage

mit mir ins Paradies".


4 O, seid ihr noch zu retten,

ihr Mächte, wo ihr weilt!

Ihr legen wollt in Ketten,

was uns am Kreuz geheilt

und ist von Todesbanden

im Morgenrot erstanden

trotz Römerschwert und -speer!
5 Drum raset nicht, ihr Blinden,

ihr Mächte immerfort!

Ihr schafft es nicht, zu binden

des großen Königs Wort!

Vor diesem Simson reißen

selbst Ketten stark aus Eisen

wie Fäden, Schilf und Stroh. Richter 16,8-14
6 So soll der Christ nie wanken,

wenn Macht bedroht das Wort,

den Glauben, den Gedanken,

und nimmt die Freiheit fort.

Hier drohen nicht Gefahren,

denn Gott wird sie bewahren,

die Freiheit, die er schuf.
7 Und was zum Trost der Seelen

in Gnaden er gesagt,

dem kann unmöglich fehlen

die Stimme und die Macht;

selbst in der Hölle finden

sich Ketten nicht, die binden

dem Schöpfer Hand und Mund.
8 Wie Paulus einst im Kerker 2.Tim.2,9

in Rom beim Satansthron

solln wir in Not des stärker

Gott danken froh im Ton:

Dein Wort ist nicht gebunden,

in Ketten hat's gefunden

das förderlichste Band.
Grundtvig-Werkstatt 1983 und 1995


356 Trotz Sehnsucht voll Schmerzen

sag niemals im Herzen:

Wer fährt in die Tiefe hinab,

mir Jesus, den lieben,

zur Freude, zum Frieden

zu holen herauf aus dem Grab!


2 Mag's schöner auch klingen:

Wer fährt wohl auf Schwingen

hinauf zu dem himmlischen Gott,

zu holen hernieder

den Herrn, der kommt wieder!

Das hieß' doch: dem Gotteswort Spott.


3 Wir leben und weben,

sind allzeit umgeben

vom lebenden Gotteswort Christ.

Das Wort führ im Munde

und lieb es vom Grunde,

dann bei dir im Namen er ist.


4 Ja Glauben, Bekennen,

bis Tage einst enden,

ist Weg zu der Seligkeit Licht;

auf dem sei gesungen

mit Herzen und Zungen:

Wir haben ihn, lassen ihn nicht!


5 Ans Herz er sich wendet,

sein Trostwort ihm spendet,

mit Recht er sich Gott nennen läßt.

Wenn Herzen, die warmen,

das Wort dann umarmen,

den Heiland umfangen wir fest.


Röm.10,6-10. Grundtvig-Werkstatt 1995


359 Dein Wort ist unser Erbteil, Herr,

soll durch die Zeiten währen.

Dies Lob im Grabe uns bescher:

Wir hielten es in Ehren.

Es ist der Trost in Not,

im Leben wie im Tod.

O gib, wie es auch geht,

so lang die Welt besteht,

dein Wort an unsre Erben!
Grundtvig-Werkstatt 1974


360 Allein Gott in der Höh sei Ehr


und Dank für seine Gnade,

darum daß nun und nimmermehr

uns rühren kann kein Schade.

Ein Wohlgefalln Gott an uns hat;

nun ist groß Fried ohn Unterlaß,

all Fehd hat nun ein Ende.


2 Wir loben, preisn, anbeten dich;

für deine Ehr wir danken,

daß du, Gott Vater, ewiglich

regierst ohn alles Wanken.

Ganz ungemessen ist deine Macht,

allzeit geschieht, was du bedacht.

Wohl uns solch eines Herren!
3 O Jesu Christ, Sohn eingeborn

des allerhöchsten Vaters,

Versöhner derer, die verlorn,

du Stiller unsers Haders,

Lamm Gottes, heilger Herr und Gott:

nimm an die Bitt aus unsrer Not,

erbarm dich unsrer aller.
4 O Heilger Geist, du höchstes Gut,

du allerheilsamst' Tröster:

vor Teufels G'walt fortan behüt,

die Jesus Christ erlöset

durch große Mart'r und bittern Tod;

abwend all unsern Jamm'r und Not!

Darauf wir uns verlassen.
Griechisch 2.Jh., Hilarius von Poitiers 4.Jh., V.1-3: Nikolaus Decius 1523, V.4: Joachim Slüter 1525 (EG 179)


366 Lobt den Herren, er ist nah,

wenn wir singen, wenn wir beten.

Sammelt uns sein Name hier,

ist er unter uns getreten.

Preist, ihr Alten, preist, ihr Jungen,

preist ihn, alle Kinderzungen!


2 Herr, sei du uns ewig nah,

wenn die Sonne morgens blinket,

und wenn Sonn- und Sternenlicht

in der tiefen Nacht versinket!

Deinen Geist laß bei uns wohnen,

bis wir sehn dich herrlich thronen!


Grundtvig-Werkstatt 1995



367 Den seligen Tag voll Freud wir sehn

zu uns aus dem Meere kommen.

Er leuchte am Himmel mehr und mehr,

uns allen zu Lust und Frommen!

Als Kindern des Lichts man merk' an uns:

die Nacht hat ein End genommen!


2 Zur seligen Stund, zur Mitternacht,

als Christus, das Licht, geboren,

da hellte es sich im Osten auf

zum Morgen, von Gott erkoren.

Nun leuchten, ja glühn der Erdball soll

im Lichte aus Himmelstoren.


3 Ja würde lebendig jeder Baum,

und wärn alle Blätter Zungen,

sie hätten der Gnade Gottes doch

kein würdiges Lob gesungen,

denn ewig nun scheint des Lebens Licht

den Alten und auch den Jungen.


4 Drum danken wir Gott, dem Vater gut,

wie Lerchen den Morgen grüßen;

er sei für den Tag, den er uns gab,

für Leben aus Tod, gepriesen.

Im Namen des Herrn der sel'ge Tag

das Leben uns soll versüßen.


5 Nun schreite, du Festtag, sacht dahin

mit strahlenumkränzten Zinnen!

Laß all deine Stunden Gott zur Ehr

wie Bäche durch Wiesen rinnen,

daß fröhlich sie schlängeln sich zuletzt

bis unter die grünen Linden!


6 Wie Gold sieht die frühe Morgenstund

den Tag aus dem Tod erstehen.

Uns küßt aber auch mit Gold im Mund

das liebliche Abendglühen,

daß funkele noch der matte Blick,

erblassende Wangen blühen.


7 Dann reisen wir in das Vaterland,

dort schläft nicht der Tag im Tale.

Dort steht eine Burg so hoch und hehr

mit Wonne im goldnen Saale.

Für ewig wir reden fröhlich dort

mit Freunden im Licht beim Mahle.


Grundtvig-Werkstatt 1983 und 1995


368 Dies ist der Tag, den der Herr sich erkor,

dessen sein Volk sich erfreue!

"Auf tat er heute des Himmelreichs Tor",

heißt's jeden Sonntag aufs neue.

In seinen heiligen Stunden

herrlich das Wort aus dem Grab erstand,

gnädig hat Gott seinen Geist gesandt.

Hört, wie's die Glocken bekunden!
2 Hilf nun, o Herr, denn das Werk ist ja dein,

laß es auch heute gelingen!

Laß für ihr Heil, wenn die Nacht bricht herein,

Dank Millionen dir bringen!

Ja, laß den Geist sie verehren!

In deinem Namen er redet frei,

segnet dein Volk, steht ihm tröstend bei,

läßt deinen Frieden einkehren.


3 Herr, unser Gott, ja besuch uns in Glanz,

wo wir zum Kirchgang beisammen!

Zungen laß binden dir Kranz über Kranz,

wie unsre Herzen entflammen!

Wachse dein Fest mit der Sonne!

Ostern wie Pfingsten aus Weihnacht kam,

so ohnegleichen laß wundersam

wachsen aus Glauben die Wonne!


4 Ja, laß nun wirken dein Mahl und dein Bad,

laß deine Stimme erklingen!

Zeige, dein Geist und dein Wort in der Tat

sind es, die reden und singen!

Ja, laß erfahren die Deinen:

Mehr ist der Geist uns als Fleisch und Blut,

der Herr ist lieblich und herzensgut,

krönet die Tage der Seinen!


Ps.118,24-29. Grundtvig-Werkstatt 1983 und 1995


372 Sonntag Morgen von den Toten

Jesus siegreich auferstand.

Jeden Sonntag Lebensboten

werden uns zum Trost gesandt.

Gegenwärtig dann uns werden

Jesu Tage hier auf Erden.


2 Tausendzüngig neugeboren

dann sein Wort hat freien Lauf.

Höret nun, die ihr habt Ohren,

aus dem Schlafe wachet auf!

Stehet auf von Tod und Sorgen,

grüßt den goldnen Ostermorgen!


3 Jeden Sonntag bebt das ganze

Todesreich in tiefer Erd

vor des hellen Christi Glanze,

vor der Lebensworte Schwert.

Siegreich sie den Tod bekriegen,

ja den Satan selbst besiegen.
Grundtvig-Werkstatt 1983 und 1995


373 Nun die Seele ist erstanden,

Christus ist für uns das Licht;

täglich ist sein Wort vorhanden,

täglich Brot uns, was er spricht;

läuten sonntags dann die Glocken,

mit den Engeln wir frohlocken:

Jesus ist, wo zwei und drei

glauben, daß er bei uns sei.


2 Sieg! Ja Segen über Segen!

Daran jetzt ich mich entsann:

Jesus, du warst selbst zugegen,

ja ich weiß es, wo und wann:

Deine Hand mein Haupt berührte,

klar nun ist mir, was ich hörte,

wo dein Wort mich hat getauft,

wo dein Blut mich hat erkauft.


3 Jesus, welche Siegesstunden!

Du bist mein, und ich bin dein;

nun hab ich bei uns gefunden

deine Bleibe hold und fein.

Immer willst du bei uns bauen,

wenn wir deinem Wort vertrauen,

wie es lebt trotz Todesnacht,

wie es klingt, zu uns gesagt.


Grundtvig-Werkstatt 1983 und 1995


377 Der Hirsch schreit aus durstiger Kehle

nach rinnendem Wasser im Bach,

so sehnt sich nach dir meine Seele,

o Herr, sie ist dürstend und schwach;

aus deinen lebendigen Quellen

ich schöpfte so gern, um zu stillen

für immer bei dir meinen Durst.
2 In Tagen und Nächten ohn Ende

mein Herz nur in Tränen ich bad',

ich ringe vor Angst meine Hände,

ich weiß weder Rettung noch Rat;

ach, wann will nur Gott sich erbarmen,


wann will er mich Elenden, Armen

empfangen in Frieden und Licht?


3 Mit bangendem Herzen ich sehe

die Abgründe liegen so nah,

ja an ihrem Rande ich stehe,

mich jämmerlich stürzen schon sah;

mir schwindelt, mich Schrecken durchdringen,

die Tiefen gewiß mich verschlingen,

o höre doch, Herr, meinen Schrei!
4 Du Seligkeits-Fels aller Seelen,

auf dich hab mein Haus ich gestellt;

willst du mich vergessen, gar fehlen,

mein Haus gleich in Trümmer zerfällt;

schon brechen die Wellen und Wogen,

ich werd in die Tiefe gezogen,

und du, Herr, du zögerst und schläfst!
5 Wenn andre zur Kirche schon gingen,

ich bleibe hier einsam zurück;

gar liebliche Lieder sie singen,

vergönnt ist nicht mir dieses Glück;

mein Singen ist Seufzen und Klage,

so schreiten die heiligen Tage

voll Qual wie die weltlichen hin.
6 Doch, Seele, was willst du verzagen,

wie tobt gleich dem Meer deine Brust?

Laß Nächte vergehn mit den Tagen,

auf Gott harre du, wie du mußt!

Denn kommen wird einmal der Morgen,

da du ohne Leid, ohne Sorgen

wirst preisen mit Dank deinen Gott.
7 Sein Licht, seine Wahrheit wird führen

mit Frieden auch mich in sein Haus;

sein Wort wird auch mein Herz dort rühren,

vergessen sind Schrecken und Graus;

dann werde ich selbst vor ihm singen,

gar liebliche Lieder ihm bringen,

zum Lob und zum Dank meinem Gott.
Ps.42 und 43. Grundtvig-Werkstatt 1983


390 Dank sei dir, daß du geboren,

Dank sei dir, du Gottes Wort,

der du mich getauft, erkoren,

mich am Tische nährst hinfort,

Dank für deinen bittren Tod,

Dank für's Ostermorgenrot!

Du den Himmel hast zu eigen,


dort wirst du auch mir dich zeigen.
Grundtvig-Werkstatt 1974 und 1995 (vgl.198 V.8)


396 Alle meine Quellen solln fließen für dich! Ps.87,7

Diese Verheißung ließ Gott vor Zeiten

treu sein eigenes Volk begleiten,

das barg unsres Herren Mutter in sich.


2 Alle meine Quellen solln fließen für dich!

klang unterm Himmel der Engel Kunde,

als geboren zur selben Stunde

der Herr, den Maria barg in sich.


3 Alle meine Quellen solln fließen bei dir!

klangen aus offener Himmelspforte

bei der Taufe des Vaters Worte:

Mein Sohn! Ich hab Wohlgefalln an dir! Matt.3,17


4 Alle meine Quellen solln fließen für dich!

klingt die Verheißung zur Zeit der Gnade,

Gottes Stimme zum Geistes-Bade,

zum Bad, das der Heiland barg in sich.


5 Alle meine Quellen solln fließen für dich!

spricht Gott, der Vater, aus hohem Saale

zu der Taufe im Erdentale,

die Christus verborgen trägt in sich.


6 Alle meine Quellen solln fließen bei dir!

Wiedergeboren durch dich solln werden

Völker, Zungen, Himmel und Erden

mit allem, was je ich barg in mir!


Grundtvig-Werkstatt 1983 und 1995


401 Laß deinen Geist uns nun vereinen,

o Jesus Christ, du Trost in Not!

Zu dir wir kommen mit den Kleinen,

tauf sie in deinen Siegestod!


2 Auf deinen Namen du sie taufe,

laß sie auch darin auferstehn!

Schütz sie vor Fall im Lebenslaufe,

daß einst mit dir durchs Ziel sie gehn!


3 Wird lang der Lauf, laß sie nicht zagen, -

du greise Diener nicht vergißt!

Wird kurz der Lauf, du wirst sie tragen

dorthin, wo du zu Hause bist.



4 Schreib deinen Nam'n in ihre Herzen,

in deine Hand den ihren ein!

Laß sie mit dir in Freud und Schmerzen

im Heilgen Geist vereinet sein!


5 Das Wiegenlied aus Engeltönen

verstumme nicht am Grabesrand!

Wie du bekreuzest, wirst du krönen; durchs fin­stre Tal führt deine Hand.
Grundtvig-Werkstatt 1974 und 1983


403 Dir danken wir, o Jesus Christ,

für diese große Ehre,

daß du der Kleinen Bruder bist.

Durch deinen Geist uns lehre,

daß wir den Kindern machen kund,

was ihnen schenkt der Taufe Bund,

und niemals ihnen wehren.
2 Send ihnen deine Engelschar,

die wird sie wohl erhalten;

und vor dem Teufel sie bewahr,

laß seinen Trug nicht walten!

Was dir vom Vater anvertraut,

soll keine Macht, so sagst du laut,

aus deinen Händen reißen. Joh.10,28.
3 Vor Sünde gnädig uns bewahr,

daß wir von dir nicht weichen!

Laß uns als Gottes Kinderschar

das Vaterhaus erreichen!

Du mit dem Vater und dem Geist

in Ewigkeit gelobet seist

für deiner Taufe Gnade!
Grundtvig-Werkstatt 1974


407 Gott, der im Herzensgrunde

nach Treu und Glauben fragt,

besiegelt, was im Bunde

er uns hat zugesagt:

Er tauft uns zu des Lebens Land

mit Wahrheitswort im Munde,

er reicht uns seine Hand.
2 Die Hand führt aus dem Tale,

wo Tod die Sünde lohnt, Röm.6,23

uns hin zum hellen Saale,

wo Lust und Leben wohnt.



Da steht der Tisch des Herrn gedeckt,

mit Herz und Mund beim Mahle

sein Volk die Gnade schmeckt.
3 Die Hand am Hirtenstabe

uns tröstet in der Not,

schenkt's Paradies als Gabe

im Leben wie im Tod.

Aus Wolken bricht sie einst hervor

und winkt uns aus dem Grabe

mit neuem Leib empor.
4 Die Hand uns herrlich krönet

mit Gold der Ewigkeit,

denn Christ hat uns versöhnet,

zum Leben uns befreit.

Ein Meer von frohem Jubelklang

im Himmel dann ertönet,

preist Gott mit Lobgesang.
5 Halleluja laßt klingen,

Gott reichte uns die Hand!

Halleluja wir singen,

das Leben auferstand!

Halleluja für seinen Kranz,

für Ruhe nach dem Ringen,

für heller Freude Glanz!
Grundtvig-Werkstatt 1974, 1983 und 1995

409 Die entschwundnen Kindertage

nur umsonst man ruft zurück

hier auf Erden, voller Klage;

wie ein Traum fuhr hin das Glück.

Klar sieht jedes Herz doch ein:

Werden wir nicht wieder klein,

sehn wir nie die Engelleiter,

nie des Himmels Wegbegleiter.


2 Was vergeblich alle Weisen

immer haben ausgedacht,

das kann Christus, den wir preisen,

tut es durch des Wortes Macht:

Wer nur glaubt von Herzensgrund,

was er uns legt in den Mund,

wird als Gottes Kind erkoren,

in der Taufe neu geboren.


3 Haben Eltern uns gegeben

auch die schönste Zeit vordem,

nichts ist's gegen unser Leben


mit dem Kind in Bethlehem.

Gottes Sohn hat uns erkauft,

spricht zu uns, wenn er uns tauft,

herrlicher als Engeltöne:

Gottes Töchter! Gottes Söhne!
4 Diese seine Kindertage

sind der Lenz der Ewigkeit,

treiben fort all Weh und Klage,

auch in unsrer letzten Zeit,

rufen die Verheißung aus,

führn uns heim ins Vaterhaus,

himmelweit vom Schattentale:

Gottesfreud im goldnen Saale.


Grundtvig-Werkstatt 1974, 1983 und 1995

413 Jesu, geh voran

auf der Lebensbahn!

Und wir wollen nicht verweilen,

dir getreulich nachzueilen;

führ uns an der Hand

bis ins Vaterland.


2 Soll's uns hart ergehn,

laß uns feste stehn

und auch in den schwersten Tagen

niemals über Lasten klagen;

denn durch Trübsal hier

geht der Weg zu dir.


3 Rühret eigner Schmerz

irgend unser Herz,

kümmert uns ein fremdes Leiden,

o so gib Geduld zu beiden;

richte unsern Sinn

auf das Ende hin.


4 Ordne unsern Gang,

Jesu, lebenslang.

Führst du uns durch rauhe Wege,

gib uns auch die nöt'ge Pflege;

tu uns nach dem Lauf

deine Türe auf.


N.L.von Zinzendorf 1721. Chr. Gregor 1778 (EG 391)




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